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Die käsigsten sprechenden Eigennamen der deutschen Literatur - Heute: aus dem neuen Roman von Brigitte Kronauer Gewäsch und Gewimmel

Kritik zum Thema Literatur


von toltec-head

Die neuere europäische Literatur ist weitgehend die Literatur des geschlossenen Lebens. Man spürt in ihr weder die Tiefe der Weltmeere noch des Universums. Selbst Weltmeere, ja das Universum gerinnen ihr zum Wohnzimmer; sie ist eine Salon-Geburt, eine totalitäre Glucke, die meint, selbst Weltmeere, ja das Universum seien zum Brüten da. Alles Offene, das nicht mit Wohnzimmerblick wahrgenommen werden kann, ist ihr wesensfremd. Und daher hatte Deleuze Recht, wenn er die Überlegenheit der amerikanischen über die europäische Literatur betonte und sei es nur wegen eines einzigen Romans, Moby Dick.

Ein untrügliches Kennzeichen von Literatur mit Wohnzimmerblick sind sprechende Eigennamen, eine Wohnzimmerkrankheit speziell der deutschen Literatur. In ihnen spiegelt sich die Unfähigkeit eines Autors, den Menschen ozeanisch-kosmisch zu verflüchtigen und die Manie, ihn stattdessen zu einer Art stinkenden Menschenkäse gerinnen zu lassen. Das Eigene des Eigennamens, das ist der Gestank, das menschelnde des Menschen Käse. Ich muss die allermeisten Romane der neueren deutschen Literatur nicht lesen. Ich blättere sie durch und stoße meist auf eine Hypertrophie von stinkenden Eigennamen. Sodann weiß ich, dass es sich um ein weiteres Produkt von Menschenmolkerei handelt und wende mich, zu Recht, wie ich meine, angewidert ab.

Gestern stieß ich in der FAZ auf die Rezension des neuen Roman von Brigitte Kronauer, Gewäsch und Gewimmel. Allein die Rezension wimmelt vor sprechenden Eigennamen, deren absurdester Wilhelm Hehe ist. Bei dem Namensträger soll es sich um einen sympathischen Bio-Metzger handeln, das "Hehe" Signum zugleich seiner Lachhaftigkeit als auch seiner Wursttüten. Ich ersticke.

Aus dem Klappentext des Romans: "Im Wartezimmer der mitfühlenden Krankentherapeutin Elsa hinterlassen alle ihre unsichtbaren Spuren: Ob jung oder alt, reich oder arm, deprimiert oder verliebt, hier kreuzen sich Lebensgeschichten, Sehnsüchte und Zeitungslektüren. Doch nachts bedrängen die Geständnisse der Patienten die wachliegende Elsa..."

Die Erde ist ein Stern. Wir leben im Himmel. Gott rette uns vor der Literatur.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von JakobJanus (35) (27.10.2013)
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toltec-head meinte dazu am 27.10.2013:
Jean-Michel Basquiat in Ulm. Schöner Gedichtstitel.
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JakobJanus (35) antwortete darauf am 27.10.2013:
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tulpenrot
Kommentar von tulpenrot (27.10.2013)
Jetzt hatte ich gehofft, durch deinen Text Brigitte Kronauer endlich zu verstehen - ich hab sie während der Poetik-Dozentur hier in Tübingen erlebt. Da ich schon älter bin und auch nicht literaturbewandert wie andere, denke ich, es liegt sicher an mir. Aber sie scheint auch dein Wohlgefallen nicht unbedingt getroffen zu haben. Das beruhigt mich ungemein.
LG
tulpenrot
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Kommentar von parkfüralteprofs (57) (31.10.2013)
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InhaltsverzeichnisKleine Apologie des OK - Kritik einer Kritik von Henscheid
toltec-head
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Mitteilungen aus dem geschlossenen Leben.
Veröffentlicht am 27.10.2013, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 27.10.2013). Textlänge: 304 Wörter; dieser Text wurde bereits 908 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 01.06.2020.
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