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Leergut

Experimenteller Text zum Thema Fortschritt


von GastIltis

Zwischen dem Leergut der Geschichte,
für das es keine Rücknahmepflicht gibt,
der Freiheit, also altem Gerümpel,
trafen sich Ochsenfrosch und Kuhfisch
in einem Tümpel.

Der Kuhfisch, zugehörig der Gattung
Kofferfische, bat den Ochsenfrosch
sogleich zu Tische.
Letzterer, ein gläubiger Quäker,
maulte ein nicht zu überhörendes: „Späker!“

Dem Kuhfisch war aus Verwandtschafts-
gründen an der Konversation gelegen,
doch er konnte ihn nicht zum Gespräch bewegen.
Also holte er zur Vorsicht aus seinem Koffer
eine Batterie von Kofferhoffer.

Der Quäker ließ sich dadurch nicht locken,
und blieb im Lichte hocken.
Dem Kofferträger roch es langsam gruphisch;
er schrieb eine Botschaft, und zwar auf Kufisch:
Quadratische Grüße von seinem Propheten,

von Allah und Ali bis Universali.
Der Quäker, von Dichtem betrachtet ein Penner,
besah sich die Kunde per Handy und Scanner.
Erkannte, es fehlte ein Handlungsgebot.
Und so erfand er den QR-Code.

Anmerkung von GastIltis:

Empfohlen von: Walther, Sin, TassoTuwas, EkkehartMittelberg, AchterZwerg, AZU20, Moja, TrekanBelluvitsh.
Lieblingstext von: Sin, EkkehartMittelberg, AchterZwerg, Moja.
Handeln!


 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (21.11.2019)
Lieber Gil, nie im Leben würde ich auf so etwas kommen und das meine ich als höchstes Kompliment, denn Dichtung lebt von der Erschließung weißer Flecken auf der Karte der Fantasie.
Herzliche Grüße
Ekki
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AchterZwerg meinte dazu am 21.11.2019:
Dem schließe ich mich von ganzem Herzen an: Das Alte bewahren (hier die Gedichtform) und Neues erschließen.
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AZU20 antwortete darauf am 21.11.2019:
Da bin ich dabei. Prima. LG
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GastIltis schrieb daraufhin am 21.11.2019:
Danke Ekki, deine Zeilen sehe ich wirklich als große Würdigung an, zumal ich mich doch für meine Verhältnisse auf ziemliches Glatteis begeben habe. Aber, wer nicht wagt, kann nur verlieren. Ich bin dir wirklich sehr verbunden. Viele Grüße von Gil.

Hallo Achtel, zu dir komme ich unten ausführlich!

Lieber Armin, da bin ich aber froh. Das nimmt dem letzten Satz an Achtel die fehlende Eineindeutigkeit. Und das ist wichtig in der heutigen Zeit. Danke und LG auch dir von Gil.
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Sin
Kommentar von Sin (21.11.2019)
Sollte die Freiheit - also altes Gerümpel - das Einzige sein, was noch bar eines QR-Codes ist? Zufällig las ich vor kurzem einen Bericht über die derzeit eingesetzten Überwachungstechniken in China. Ich sage nur, dass man sich hierzulande ja keine Vorstellung davon macht... Deine Phantasie allerdings, die ist davon ausgenommen. Herzliche Grüße, Sin
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Cora äußerte darauf am 21.11.2019:
China ist ein Alptraum für unsereinen. Die Chinesen sehen das anders. Der Mensch gewöhnt sich an alles, und wir werden demnächst gechippt, nur zu unserem besten.
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Sin ergänzte dazu am 21.11.2019:
Die Jugend in Hongkong scheint zu wissen, was auf sie zukommt...
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Cora meinte dazu am 21.11.2019:
die sind das ja auch noch nicht gewohnt, wie es im Mutterland zugeht.
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GastIltis meinte dazu am 21.11.2019:
Hallo Rothaut, alter Freund!
Es ist kaum zu glauben, dass manche Dinge sehr lange benötigen, ehe sie das Bewusstsein der Menschen erreichen. Ich erinnere mich noch daran, dass es hieß, alle KassiererInnen bei Aldi kennen die Preise aus dem Kopf. Dann kamen die Strich-Codes. Jetzt dies. Als nächstes wird uns die dritte Dimension in einer Form überrollen, die unser Denken, du schreibst, unsere Vorstellung, übertrifft. Dann kommt die vierte, die Raumzeit. Dann sind wir plötzlich weg vom Fenster. China tastet sich voran und niemand bekommt es mit. Früher hieß es, deren Armee schickt so viele Leute zum Kartoffelschälen, wie unsere Personal hat. Dabei essen sie Reis. Und Angie versucht, dem Herrn über 1,3 Milliarden Menschen Ratschläge zu Menschenrechten zu erteilen. Lustig.
Ach, und Cora, da du auf meine Zeilen nicht eingehst, kann ja Sin (und hat sie zum Teil) sie beantworten; den QR-Code hat wohl schon 1994 ein japanischer Autozulieferer erfunden.
Ansonsten, Rothaut, herzlichen Dank, und euch beiden viele Grüße von Gil.
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Cora meinte dazu am 21.11.2019:
sry Gil,
ich ging nicht darauf ein, weil ich die Botschaft nicht auslesen kann, mir fehlt diesmal der code.
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GastIltis meinte dazu am 22.11.2019:
Ist gut, Cora, mir ginge es genauso. LG von Gil.
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (21.11.2019)
Von mir, lieber Gil,
bekommst du ebenfalls des Lobes volle Grüße.
Ich steh unheimlich druff, wenn jemand tradierte Formen anwendet und sie mit topmodernem Inhalt füllt.

Sieht man leider viel zu selten.

Super!
der8.
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GastIltis meinte dazu am 21.11.2019:
Liebes Achtel,
als ich den obigen Satz stehen hatte, musste ich echt schmunzeln. Passiert gelegentlich. Aber zu deinem Kommentar. Ich habe lange überlegt (drei Tage), ob ich meinen Text so einsetzen soll. Jetzt ein endgültiges Fazit zu ziehen, ist sicher verfrüht. Zumal ich, nicht inhaltlich, aber von der Form, schon wieder rückfällig geworden bin. Leider ist mir deine Art, viel mit Aussparungen umzugehen, damit die Leser zum Mitdenken anzuregen, nicht gegeben. Aber das macht die Individualität, das Subjektive aus. Wenn jeder so wie der andere schriebe, wäre es schon langweilig. Jedenfalls ist mir dein Lob sehr viel wert.
Ich danke dir ganz herzlich und grüße ganz ergriffen. Herzlich Gil.
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Moja
Kommentar von Moja (21.11.2019)
Unglaublich, was in Deinem Gedicht alles mitschwingt an Esprit und Wortwitz - freundliche Fische kugeln sich!

Entzückte Grüße, Moja
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GastIltis meinte dazu am 21.11.2019:
Liebe Monika,
danke zuerst. Dabei hatte ich das Gedicht ganz anders geplant, beginnend mit einem normalen Kofferfisch, einem Schell- und einem Klippfisch. Über den Kuhfisch hat es dann diese Richtung eingenommen. Den Kofferfisch hatte ich schon einmal. Bei der Verabschiedung meines Zahnarztes in die Rente. Die erste Strophe von „Zahn um Zahn“ (zweigeteilt) geht so:

„Der Schrecken aller Meere,
das ist der Säbelzahnpirat.
Kommt man ihm in die Quere,
dann gibt es frischen Fleischsalat.

Er hält sich zwanzig Wochen frisch
jeweils im Balg vom Kofferfisch
portionsgerecht und ganz exakt
im Quantenvakuum verpackt.“

Du siehst, auch da schwang einiges mit.
Übrigens habe ich, deinem Beispiel folgend, letzte Nacht einen sehr aktiven Traum gehabt. Ein Bekannter, wer genau, blieb offen, jedenfalls ein Mann, war bereit zu sterben. Die Zeit stand fest und ich schlug mit einer Art Hammer die letzten zehn Sekunden auf etwas ein, das mir nicht mehr gewärtig ist. Nicht ganz synchron, da ich eine Uhr mit großen Zeigern vor Augen hatte. Nach den zehn Sekunden lebte der Betroffene noch, um sich von den übrigen Leuten zu verabschieden. Wer das außer mir war, ist ebenso offen. Jetzt grübele ich noch, was das für ein Hammer war. Die Form sehe ich direkt vor mir. So, das reicht.
Viele herzliche Grüße von Gil.
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Moja meinte dazu am 22.11.2019:
Meistens kommt es anders als geplant,
lieber Gil, vor allen in Träumen.

Danke für die extra-Verse, die haben es in sich!

Dein Traum ist besonders, dachte spontan:

Hammerschlag - Herzschlag - Taktgeber!

Äußerst taktvoll, Deinen Bekannten bis zum bitteren Ende "herunterzuzählen" wie im Ring.

So lange wir wieder aufwachen, sei herzlich gegrüßt,
Moja
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (21.11.2019)
Möglich, das es so war... möglich...
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GastIltis meinte dazu am 21.11.2019:
Danke Trekan,
da man vielen großen Erfindungen oft kleine Zufälligkeiten zuordnet, gehen wir davon aus, dass es so war. Alles ist möglich.
Herzlich grüßt Gil.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (22.11.2019)
Bester Gil, es bedurfte schon Zeit, bis ich meiner Verwirrung, ob dieser Attacke, wieder Herr wurde. Gut, ich denke es geschah aus Unwissenheit, denn hättest du das Werk "Lehrgut" betitelt, was m.E. dem intellektuellen Inhalt besser entspricht, wäre mein "Leergut" nun ja, Schwamm drüber. Ich verbleibe freundlich gesinnt und wünsche ein gelungenes Wochenende TT
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GastIltis meinte dazu am 22.11.2019:
Mein lieber Tasso,
zwei Seelen, ein Gedanke. Dass ich mit ihm, also deinem Gedanken, vorausschauend gespielt habe, liegt auf der Hand. Jetzt hast du mir diese Show gestohlen. OK. Dein Verdienst. Zum Wochenende, danke gleichfalls übrigens, erwarten uns unsere zwei kleinen Enkel mit dem dazugehörenden Papa. Also umgekehrt, wir erwarten sie. Der Stress ist uferlos.
Zu der kufischen Schrift, die ich zitiert habe, nebenbei eine kalligraphische Kostbarkeit, noch folgendes: Aus Familienbesitz habe ich eine Truhe, die aus der Altmark stammt, wie auch ich, aufgearbeitet und bemalt, so mit weißer Schrift auf dunkelgrünem Grund. Die Motive sind aus einem Buch mit dem Titel „Die Welt der sieben Meere“ von Joachim Meissner, das 1980 im Kiepenheuer Verlag herausgekommen war. Eines davon, in Thuluth-Schrift, ziert den Deckel (der Truhe) mit dem Text „Er ist Gott selbst“, wobei die Schrift einem Wikingerboot mit sieben Rudern sehr ähnlich sieht. Die Truhe hat uns schon große Dienste geleistet. Wegen der Aufschrift? Wer weiß.
Sei herzlich gegrüßt und lass mir gelegentlich auch mal die Show. Herzlich Gil.
PS: kleiner Zusatz, ursprünglich wollte ich anstatt Universali den Namen Dunja Hayali einsetzen, habe die Dame dann angeschrieben, und sie um ihre Zustimmung gebeten. Leider hat sie (noch) nicht geantwortet.
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GastIltis
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Veröffentlicht am 21.11.2019, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 03.12.2019). Textlänge: 128 Wörter; dieser Text wurde bereits 86 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 05.12.2019.
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Walther, TassoTuwas, EkkehartMittelberg, AchterZwerg, AZU20, Moja, TrekanBelluvitsh.
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