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Clerihew
Das Clerihew ist ein scherzhafter, pseudobiografischer Vierzeiler, bestehend aus zwei Reimpaaren mit... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

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Von den vier Segensströmen des Himmels

Essay zum Thema Religion


von LotharAtzert

Gieb deine Schönheit immer hin
ohne Rechnen und Reden.
Du schweigst. Sie sagt für dich: Ich bin.
Und kommt in tausendfachem Sinn,
kommt endlich über jeden.

Rainer Maria Rilke

Erfüllt der Himmel Wünsche, fragte jemand unlängst und ob er uns wohl beschützt.

Die Verlässlichkeit (= Causa Finalis - der alles bewirkende Urgrund) fehlt nie, somit schützt sie auch: stets fließt kaltes Wasser abwärts,  bei Wärme verdampfenderweise aufwärts, sammelt sich zu Wolken usw. Er schützt also das uns lebenspendende Wasser, das auf Erden nie weniger wird und allen Dreck, den so genannte Bakterien umwandeln, abschüttelt. Die Sonne. Stets geht morgens die Sonne auf und abends im Westen unter. Und so ist auch alles andere im großen, wie im kleinen Kreislauf, laufend geordnet, in kristalliner Himmelsordnung: wer geboren ist, wird am Ende, je nach Erwirktem, heimkehren ins Erwirkte, was auch immer es sei.

Nur wo der Mensch den Pfad der Tugend verläßt, um bloß das eigene Beste zu wollen, oder für Frau, Kind, Partei, Volk etc. etc. verliert er durch die Trennung vom Ursprung im gleichen Maße den Schutz - das Immunsystem wird anfällig, was Krankheit und dadurch wieder Abhängigkeit von Ärzten nach sich zieht. Dann heißt es für die Verlorenen schnell: wir müssen uns gemeinsam schützen, gegen diesen und jenen äußeren Feind. Aber immer, immer bekommt man zuletzt sein Erwirktes.

Nimmt wer sein Schicksal vertrauensvoll an, schützt ihn sein Parasympathikus. Dieser (- der Engel des christlichen Mittelalters vielleicht) ist für unser Bewußtsein maximal über den Instinkt erfahrbar - der Instinkt zeigt sich dem Instinktiven stets; der Intellektuelle, der Beweise einfordert, statt zu vertrauen, nimmt ihn nicht in seiner Wesenhaftigkeit wahr. Ein instinktives Subjekt wird gar nicht erst Unmögliches wünschen. Und alles weitere "Not-Wendige" füllt ihm sein Schützer Parasympathikus, sprach das Knabenkraut zum Hasen.

Untersucht man menschliche Wünsche, so geht es immer um segensvolle, oder aber egoistische Wünsche. Letztere müssen unerfüllbar bleiben, weil auf falschen Vorstellungen basierend, so daß schnell Gewalt gegen andere praktiziert, die der vorgestellten Wunscherfüllung vermeintlich oder real entgegenstehen. So einfach entsteht Krieg. Bis zum Kohlenstoff runter, kämpft Vor-stellung gegen Vorstellung und will überzeugen: das ist der archetypische Skorpion, die Prüfungsinstanz aller Form.
(Mit Mars hat Krieg übrigens nichts zu tun, der ist ja austreibend in Frühlingskraft, wo die Samenhüllen bersten)

Solange das so ist mit dem Ordnungsprinzip, kann uns das wurscht sein, ob das von Gott, von Quetzalcoatl oder einem Rhetorikprofessor aus Harvard stammen soll - oder aus sich selbst heraus existiert, wie es bei Nondualisten notwendigerweise  heißt. Aus sich selbst heraus, selbstredend. Und geordnet in allem Wirken.

Was ich von den Tibetern gelernt habe, ist in allem die Spiegelung (Re-Aktionen) der eigenen Natur wertfrei wahrzunehmen: jedes Ungemach begann bei einem selbst in der Vergangenheit. Durch Abwehr und Verlangen und Eigenbrot und -sinn, und vor allem durch Vergessen, Vergessen, Vergessen. Wäre es anders, gäbe es nicht einmal das Chaos.

Und von Wolfgang Döbereiner lernte ich, in den vier Quadranten vom Kreuz die vier Causae als die Urgründe in allem zu sehen, vor allem auch  beim Sehenden selbst, wie es ansatzweise schon Aristoteles erkannte.

Die 4, die Causa finalis, ist, will sie ihrem Name gerecht werden, in ihrer Dreieinigkeit das 'Prinzip des Daseins durch sich selbst', dh. sich offenbarend durch drei weitere Urgründe: -formalis, efficinalis, materialis.
Die erste Causa, quasi ihr Spiegelbild ist die Causa materialis. Diese ist die Erscheinung der nie erscheinenden Finalität. Warum erscheint das Eigentliche nie? - das gilt es für das unwesentliche Ich herauszufinden, um seiner großartigen Erlösung willen.
Was nicht erscheint, ist allseits offener Raum. In diesem freilich erscheint alles und die Zeit zieht ein Bewußtsein zum Stern aus Licht, zur Supernova, um es dramatisch zu sagen, aber die Helle ist leer in ihrer Mitte. Ob Atom oder subatomar: leer ist alle Mitte - und zugleich reine Energie: Raum, Stern, Licht.

Die so genannte "Rückbindung an den Ursprung" vollzieht sich im dritten Quadranten, der Causa formalis. Form ist stets Erleidensform bis zum Tod, denn man hat sie schicksalhaft: als Gazelle wird gesprungen und als Schlange muß geschlängelt werden; man hat keine Wahl, der Tausendfüßler, der Wind, die Blätter spielend ... das setzt sich auf allen Geistesbenen fort. Welche Melodie spielt ein Wind mit den Blättern des Waldes, was macht dieser mit jenem? Künstliche Formen (Design) sind auch Erleidensformen, indem sie als Ge-Stell verraten, welche verlorene Gestalt sie ihrem Träger ersetzen müssen. Das Schicksal eines jeden Geschicks will hingegen, daß die Anlage deines Subjekts Gestalt wird: Erkenne dich selbst; werde der du bist :-)

Ende Teil 1
(So, jetzt muß ich mich mit meiner Weisheit aber erst mal hinten anstellen, wie es Rotmund verlangt ...  guten Tag, wer war denn der letzte? Diogenes, du?)

Anmerkung von LotharAtzert:

nee, keine Anmerkung heute, danke



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Kommentare zu diesem Text


AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (06.03.2020)
Hallo Lothar,
das ist aus meiner Sicht gut & übersichtlich ausgeführt.
Dafür meinen Dank.
Das Tagespony wird sich vermutlich daran überheben - aber mach dir nichts draus. Ebenso wie hierzulande Freie Liebe von piefigen Zukurzgekommenen mit wahllosem Kopulieren gleichgesetzt wird, gilt ein Buddhist leicht als Erzkiffer ...

Lach drüber, ebenso wie ich
der8.
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LotharAtzert meinte dazu am 07.03.2020:
Da kann ich durchaus drüber lachen, liebe 8. Allein ob es die Gleichsetzung ist, weiß ich nicht. Es ist vielleicht eher, daß meine Schreiberei in kein bekanntes Schema passt, was verwirrt. Und ließe man sie an sich ran, könnte das gefährlich sein für die eigene, selten gefestigte und sich am Kollektiv orientierende Weltanschauung.
Wie auch immer -
es dankt dir
the laughing Lothar
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Bluebird
Kommentar von Bluebird (06.03.2020)
Der Worte sind´s gar viele
zu beschreiben der Wahrheit
tiefsten Sinn:
Liebe ist´s! Ende und beginn!

Kommentar geändert am 06.03.2020 um 16:44 Uhr
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Aha antwortete darauf am 06.03.2020:
Amazing, sehr schönes Gedicht! Von Dir?

Saludos
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Bluebird schrieb daraufhin am 06.03.2020:
aha, die Frage war an mich gerichtet? Falls ja: Ja!
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LotharAtzert äußerte darauf am 07.03.2020:
Ja, schön.
Hast du, Bluebird, eigentlich schon mal mit unserm ferris gesprochen? - ist doch ein Bruder im Geiste, oder nicht?

tashi delek
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Veröffentlicht am 06.03.2020, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 06.03.2020). Textlänge: 753 Wörter; dieser Text wurde bereits 138 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.08.2020.
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