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Essay zum Thema Wahrheit


von LotharAtzert

Im Wortbild Verstand kommt was zur Sprache.? Um jenes Verstehen zu verstehen braucht es keine Hochschulbildung. Stehendes (Senk-Recht = Winkel 90° zur Erde) steht aufrecht, von der Erdmitte aus Richtung Himmel. Selbst am Abhang wachsend, sucht alles nach dem höchsten Punkt über sich, welchen wir MC nennen. Das sogenannte Medium Coeli ist der Punkt überm Haupt, der im Moment der Geburt am höchsten über dem Horizont stand.
Am anderen Ende ist das Immum Coeli. das Empfinden, damit Eigen-Art ausgedrückt werden kann.


Was aber steht, ist Gestalt. Diese ist nicht dem intellektuellen Unter-Scheiden zugänglich, sondern Gestalt ist aus Freude und Leidbewältigung heraus Gewordenes, kann also von anderem Gewordenen durch Erfahrung "gedeutet" werden.
Das Gewordene ist immer mit dem verdrängten Ungewordenen verbunden, das eben auch ins Bewußtsein zum Werden will, wer mag's ihm verdenken, und dazu jede Schwächung des Ichs nutzt, das seinerseits die Kraft zum Unterdrücken optimiert. Diese Ur-Gefahr, nämlich bis zuletzt durch das Angenommene oder Abgelehnte scheitern zu können, die ist bei allem stets mit an Bord.

Verstand kann nur haben, wer mutig seine schicksalhafte Anlage durch Ereignissbewältigung zu Erfahrung macht und dabei täglich mehr die Bedeutung,  erahnt, dann begreift, die sich in ihrer vielförmigen Gestalt wesenhaft offenbart.
Je mehr Einzelformen dabei zusammen agieren, umso differenzierter wird Individualität. Niemand hat das Fügende schöner zur Sprache gebracht, als Friedrich Hölderlin: "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch".

2.
Fügt es sich nicht um so vollkommener, - die Schicksalsannahme der Ereignisse immer vorausgesetzt - je erfahrener der Fahrer, die Fahrerin der Odyssee wird?
Ja, sagen die einen - durch Erfahrung wächst man, was die Bewältigung zukünftiger Aufgaben erleichtert. Und Nein sagen andere - mit der Erfahrung wächst immer auch die Gefahr des Scheiterns (Lebensgefahr) mit. Doch der Erfahrende erfährt mit dem Fahrzeug irgendwann: Gefahr ist die Gefährtin, oder wie die Vajra-Meister sagen: die "Vajrayogini", bei den Mahayanabuddhisten mag es die Mahaprajnaparamita sein - die höchste vollkommene Weisheit. Es kommt also immer auf die Sichtweise an.

Verstand, Gestalt, Fuge - für Verständige klar: Jupiter, Schütze, neuntes Haus, Initiation der geistigen Causa formalis. - Das große Glück, wie es früher einmal hieß. Heute, wo großes Glück nur noch als Vermeidung von großem Unglück vorkommt, übernimmt die irdischere Venus als kleines Vergnügen die Vertretung.
Die Astrologen in der Vergangenheit erkannten jedoch noch nicht das Prinzip des Daseins, nach dem sich nur fügen kann, was als Anlage zur Gestalt gehört und damit vollkommen geordnet ist. Was nicht füreinander bestimmt ist, bleibt auch bei intensivster "Über-Zeugung" durch Zwangsvorstellung Unfug. Hierin steckt auch schon die fernöstliche Karmalehre: jeder bekommt sein Selbstverursachtes als Schicksal "aufgebrummt" und wirkt "deswegen" am zukünftigen Ereignis, selbst über den Tod hinaus als Wiedergeburt. Bis alles irgendwann beglichen ist. Daß aber der Wiedergeburtsgedanke von Verdrängern verdrängt wird, kann man sich leicht denken:
Das Verdrängte oder Nichtzugelsassene ist ja genau das, was zur Wiedergeburt treibt, nach dem Tod mit aller Vehemenz, weil man ihm das Erleben zur Lebzeit schuldig blieb. Wer hingegen nichts verdrängt, (- gesetzt der Fall, dies wäre möglich -) ist frei von Kommen und Gehen. Dh. er hat die Wahl, sich zu manifestieren, oder eben in der Formlosigkeit formlos zu sein.
In unsrer vergänglichen Welt ist es jedoch so, daß es ausgeschlossen werden kann, daß irgendwer noch frei von Verdrängungen bleiben könne. Man kann sie höchstens bewußt machen und auf ein Minimum reduzieren.

3.
Wir leben heute in einer Zeit, da der Intellekt sich über die Himmelsordnung stellt, dh. das Merkurische aus der Causa materialis letztem Zeichen Zwillinge erhebt sich über das Ordnungsprinzip des finalen Urgrundes. Oder noch deutlicher: die Natur des Geistes wird durch Naturwissenschaftler versklavt, dh. ihre Energie wird mißbraucht, als Antriebsmittel für Maschinen, deren Nutzung nach Regel funktioniert, höher, schneller etc. und so lösen sich die Gefüge, alles Heimatliche, Gewachsene, Tiefempfundene Schritt für Schritt auf, es reduziert sich auf das letzte Viertel des Unterganges - Gestelle, als Ersatz für die Lücken der Gestalt.

Das ist das so genannte Kali-Yuga, meine Damen und Herren, das schlechteste Zeitalter von allen, wie es den Indern seit den Tagen der Veden bekannt ist. Müssen wir - sofern wir die Gefahr überhaupt begreifen - verzweifeln?
- Nicht wirklich, denn es gibt ja das Diamantfahrzeug, welches den Nondualismus lehrt: alle Erscheinung ist Projektion des Geistes. Ein Spiegel ist der und sollte gelegentlich geputzt werden.
OM BENZA SATTO HUNG


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Regina (11.07.2020)
Luft birgt die Gefahr, die Balance zu verlieren. Der Intellekt muss vom Bewusstsein geleitet sein. LG Gina
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LotharAtzert meinte dazu am 12.07.2020:
Wieso Luft - wegen der Zwillinge? Das wird in der Rhythmenlehre nicht so betont. Waage (Bewußtsein) ist auch Luft. Aber mit der Balance hast du natürlich recht.
Ich schreibe das so nachdrücklich, weil Intelligenz oft mit Verstand verwechselt wird und das zeugt von wenig Verstand

Danke
LG L
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Kommentar von Konkret (54) (11.07.2020)
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LotharAtzert antwortete darauf am 12.07.2020:
Bei deinem ersten Satz erlaube mir die Frage: von wem wird der Verstand als relativ begriffen? -Vom Verständigen oder vom Unverständigen?
Der Begriff "Freiheit" besagt, das man es nicht ist. Es gibt sogar eine "Freiheitlich-Demokratische Partei". Ein freier Mensch denkt nicht freiheitlich, der freiheitliche ist nicht frei. Aber beim Verstand ist das anders: man versteht "Zusammenhänge" - ein anderes Wort für Gefüge.
Danke fürs Gutfinden, Konkret
Tashi delek
L.
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DanceWith1Life
Kommentar von DanceWith1Life (11.07.2020)
Ich möchte an dieser Stelle zu diesem Schlusssatz gratulieren, den deutschen, das Mantra 4 Putification, Sanskrit nehm ich mal an, ist ja sowieso eine Geschichte für sich.

Hab erst mit dem zweiten Anlauf reingefunden, lass ich als Empfehlung, einfach später nochmal versuchen, guter Text.
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 12.07.2020:
Ich will ja kein Süßholz raspeln, aber von dir kann unsereins Geduld lernen - du versuchst es später nochmal, das ist vorbildlich. Wie oft denke ich "versteh nix" und klicke mich raus und das wars. Nicht so du - dafür ein extra Danke.

Kein Sanskrit, das Mantra diesmal tibetisch, auf skt: Om Vajrasattva Hum. V= Diamantwesen, Symbol für das Unzerstörbare. Es ist ein spezielles Reinigungsmantra.

Danke für die Gratulation. Die Aussage ist das Kernstück des Vajrayana - alles sind Projektionen des eigenen Geistes. Um das zu durchschauen, darum geht bei allen Meditationen, wie auch beim Sterben und danach, wenn die Bilder aufsteigen ...
Danke Dir
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Manjushris Schwert - Vom unzweideutigen Artikulieren.
Veröffentlicht am 11.07.2020, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 11.07.2020). Textlänge: 706 Wörter; dieser Text wurde bereits 172 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.10.2021.
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