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BuddhanaturInhaltsverzeichnisGötterspeise

Ist Alternativ nicht dualistisch?

Essay zum Thema Wahrheit


von LotharAtzert

"Gesetzt der Fall, ein Schreiner möchte Brötchen backen und hat aber keine Ahnung, wie das geht. Geht er dann nicht zum Bäcker, um sich Tipps zu holen?"
"Ja er geht am gescheitesten zum Bäcker, falls er frustrierendes Herumexperimentieren vermeiden will."
"Wenn er aber statt dessen zum Schuster läuft, der noch nie Brötchen gebacken hat, sich aber für ein Allroundgenie hält - ist das sinnvoll?"
"Das erscheint mir eher unsinnig. Der Schuster könnte ihm sagen, wie man Schuhe herstellt, pflegt und repariert, aber kaum mehr, als Grundkenntnisse vom Backhandwerk haben."
"Gesetzt nun der Fall, ein abendländischer Denker möchte den Nondualismus ergründen: Geht er dann nicht auch zu den Buddhas vom Dach der Welt?"
"Oh, da wird es schwierig. Auch da wäre es eine gute Entscheidung, bei den alten Meistern der Weltüberwindung anzuklopfen. Nondualismus ist kein Bratwurststand auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt. Doch möchte ich folgendes zu bedenken geben: sind abendländische Denker klug genug, ihre Grenzen zu erkennen? Sie suchen ja mit erlernten Begriffen nach dem Muster von Kant im eigenen Gehirn und deshalb ist mir auch kein Universitätsprofessor bekannt, der, von ihnen geistig nach dem Himalaya oder zu den Zauberern Alt-Mexikos etc. aufgebrochen wäre, geschweige im eigenen Hirnstübchen irgendetwas Brauchbares über das Nonduale gefunden hätte."

Als ich dem 16. Karmapa, dem Oberhaupt der Kagyudpas, zum ersten mal in Kopenhagen begegnete, gab es gleich ein halbes Dutzend Einweihungen, was man als spirituelle Kraftübertragung übersetzen kann. Es ist jedoch nicht so, daß einen hernach die "Erleuchtung" überfällt, sondern lediglich die Motivation wird gesteigert, dem Weg, den die Buddhas gingen, vertrauensvoll zu folgen.
Als allererstes gilt es für den Schüler, den Stolz zu besiegen, denn dieser ist eines der größten geistigen Hindernisse überhaupt. Deshalb beginnt der Weg traditionell mit hunderttausend Prostrationen. Das sind nicht einfache Hofknickse vor einem Herrscher, sondern der Aspirant wirft sich der Länge nach vor dem Buddha, einem Vertreter, einer Statue, Bild, Buch etc. in den Staub. Der Buddha, dies zur Erinnerung, ist keine Person, sondern unsere zeit- und raumlose innere Lichtnatur. Daß die Übung mit dem Körper ausgeführt wird, ist der Tatsache geschuldet, daß auch der Körper zur Dreieinigkeit von Körper-Rede-Geist gehört und in einen Buddha-Palast transferiert werden soll.

Sobald jener verheerende Stolz durch das hunderttausendfache Niederwerfen geschwächt ist, folgt das hundertsilbige Vajrasattva-Reinigungsmantra in ebenfalls hunderttausendfacher Ausführung. Man visualisiert den Buddha (- die unzerstörbare Diamantnatur) über dem eigenen Haupt, während seine Essenz aus den hundert Silben durch die Schädeldecke des Schülers dringt und die ganze dualistische Bagage der in Jahrmillionen  angesammelten Gifte aus den Poren treibt, die als schwarzer Schleim, Insekten, Rauch usw. visualisiert werden. Danach verschmilzt man mit dem Buddha durch ein weiteres Mantra (-man denke einen Momet an Hölderlin: "An das Göttliche glauben die allein, die es selber sind. Nur geht es hier nicht um Göttlichkeit, sondern Nondualität) Im letzten Stadium löst sich alles auf, man bleibt für einige Zeit in diesem leeren, ungeschaffenen Zustand, kehrt dann zurück in die eigene Personalität und widmet den Verdienst dieser Handlung allen Wesen.
Wie alle magischen Systeme, wendet sich das Vajrayana direkt ans vom Westen vernachlässigte Unbewußte, kommuniziert mit ihm durch Bilder, durch Zauberformeln, Gesten und so fort. Wem das zu abgehoben ist, der soll nicht von Nondualismus reden!
Nach der Vajrasattva-Praxis folgt die Mandala-Opferung: man opfert hunderttausendfach alle Universen für die Buddhanatur. ... alle!


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Bette (70) (31.10.2017)
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LotharAtzert meinte dazu am 31.10.2017:
Ja, die blöde Eitelkeit hatte mich wieder am Schlafittchen.
Aber schlecht ist der Text deswegen nicht, oder?
greetings from Lothring Highland

Hunderttausendfacher Segen für Dich
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Introitus (37) antwortete darauf am 31.10.2017:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 31.10.2017:
Das mag sein. Mich haben Klassifizierungen nie interessiert. Das Vajayana verfolgt das Ziel der Befreiung von Samsara in einem einzigen Leben. Der Schüler muß nicht folgen. Es ist vielmehr eine Gnade, seinem Lehrer, der Buddha ist, folgen zu dürfen..

Hunderttausend Segenswünsche auch für Dich
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Habakuk
Kommentar von Habakuk (31.10.2017)
So. Jetzt kommt Lothar dran. Heute wird niemand verschont.

Kabir, ein indischer Mystiker, lehnte jegliche religiöse Abgrenzung, wie sie in den geistigen Eliten der Muslime und der Hindus seiner Zeit weit verbreitet war, ab. Er hat gesagt (ich war persönlich anwesend):
„O Mensch, wenn du nicht kennst deinen eigenen Herrn, worauf bist du so stolz? Lege die Klugheit ab: Bloße Worte werden dich nie mit Ihm einen. Täusch dich nicht selbst mit der Schriften Klugheit: Liebe ist etwas ganz anderes“.

Gruß vom Hundsfott, einem Isoteriker, der sich gerade von der Isomatte erhoben und das nicht abschätzig meint. Ich verstehe deine Texte durchaus. Als Nicht-Buddhist. Bin nur ein einfacher Universal-Isoteriker mit Schwerpunkt ... Außerdem ist heute Halloween. Aber was heißt hier heute. Auf kV ist Dauer-Halloween. Ich hoffe, ich habe dich ordentlich erschreckt.
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LotharAtzert äußerte darauf am 31.10.2017:
Ich räche mich augenblicklich ... mit den schon erwähnten hunderttausend Segenswünschen. Zum Besten aller Wesen.
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Kommentar von Soshura (31.10.2017)
opfern? Das klingt ... reicht auch, wenn ich lache?
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LotharAtzert ergänzte dazu am 31.10.2017:
Natürlich reicht das, wenn es Dich reich macht, lieber Peter.
Doch laß es Dir erklären: es sind dies vorbereitende Übungen. Nondual bedeutet nichtzwei. Also? - Zwischen Opfer und Geopfertem ist kein Unterschied. Es gibt auch niemand zu erlösen, da niemand gefesselt ist. Aber das duale Ego weiß davon nichts und muß es üben, um das Irren zu erkennen.
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Dies ist ein Teil des mehrteiligen Textes Aufbruch zur Juweleninsel.
Veröffentlicht am 31.10.2017, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 31.10.2017). Textlänge: 547 Wörter; dieser Text wurde bereits 369 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 23.12.2019.
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