auf dem höchststand des sommers

Gedicht zum Thema Jahreszeiten

von  monalisa

scheint ein himbeermond
die nacht anzuhalten
den atem über
erhitztem kopfsteinpflaster
und abgeernteten feldern

in den häusern
suchen menschen vergeblich
nach schlaf

durch weit geöffnete fenster
zieht gezirpe ein und aus
das gekläff eines köters
beißt träume in fetzen

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Kommentare zu diesem Text


 sandfarben (04.08.15)
Ein feines, lyrisches Gedicht an die Hitze und deren Folgen.. schön!

 monalisa meinte dazu am 05.08.15:
Danke, Christa, dein Kommentar und die Empfehlung freuen mich sehr .
Liebe Grüße
mona

 EkkehartMittelberg (04.08.15)
Mona, nie ist der Zugang zur Natur so groß wie jetzt, wo die Fenster weit geöffnet werden. Dafür nimmt man das Gekläff eines Köters gern in Kauf.
Gottfried Benn sprach in "Einsamer nie als im August" von der Erfüllungsstunde. Ein schönes Gedicht, abgeklärte Lyrik, in die ein Köter niemals Einlass gefunden hätte.

Liebe Grüße
Ekki

 monalisa antwortete darauf am 05.08.15:
Auch dir ein herzliches Dankeschön, Ekki, für deine anregenden Zeilen mit dem leisen Zwinkern in Richtung Köter (das wird ihn freuen, wie mich deine Empfehlung!).
Liebe Grüße
Mona
Sätzer (77)
(04.08.15)
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 niemand schrieb daraufhin am 04.08.15:
Gefällt mir nicht die 3. Strophe und das nicht nur weil man
Lärm fast immer nur den Tieren zudichtet [ich könnte sundenlang vom menschlichen Lärm berichten, aber das ist natürlich gaaaanz
was anderes] sondern weil mich der "Köter" stört. Manch Köter ist liebenswerter als mancher [ich bennene es hier lieber nicht].
LG niemand
MarieT (58) äußerte darauf am 04.08.15:
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 monalisa ergänzte dazu am 05.08.15:
Dankeschön, lieber Uwe, für dein Empfehlung. Auch wenn man ein Hundefreund ist (ich mag Hunde und einen speziellen ganz besonders! ), kann das Gekläff manchmal ganz schön nerven.


@ Irene, keinesfalls wollte ich hier Mensch gegen Tier ausspielen oder Hunde generell abwerten. Dass man es auch so lesen kann, ist mir erst durch deinen Kommentar bewusst geworden. Natürlich habe ich 'Köter' nicht rein zufällig gewählt, es sollten dadurch schon Gereiztheit und Ärger anklingen, die sich in solchen Nächten, wenn man vor Hitze nicht schlafen kann, leicht einstellen. Der Hund hat halt zum falschen Zeitpunkt gebellt, es hätte auch das überlaute Schnarchen des Nachbarn sein können ...


@ Marie, genau so wars gedacht. Dankeschön!

Liebe Grüße euch allen
mona
(Antwort korrigiert am 05.08.2015)
Graeculus (69)
(04.08.15)
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MarieT (58) meinte dazu am 04.08.15:
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Graeculus (69) meinte dazu am 04.08.15:
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MarieT (58) meinte dazu am 04.08.15:
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 monalisa meinte dazu am 05.08.15:
Lieber Graeculus, ich mache auch immer wieder die Erfahrung von nicht so stillen nächtlichen Katzen, da es in unserer Nachbarschaft sehr viele Katzen/Kater (meistens kastriert) gibt. Sie veranstalten ihre Konzerte und Kämpfe aber hauptsächlich im Frühling/Frühsommer und Herbst. Danke auch für den vertraulichen Fehlerhinweis

@ Marie, ja, ja - die stillen Katzen können nachts ganz schön durchdringend schreien und pfauchen und mindestens so sehr nerven wie Hundegekläff.

Liebe Grüße euch beiden
mona

 Annabell (04.08.15)
Dein Höchststand des Sommers gefällt mir sehr. Mehrmals gelesen.
LG Annabell

 monalisa meinte dazu am 05.08.15:
Vielen Dank Anabell, freut mich ,
liebe Grüße
mona
MarieT (58)
(04.08.15)
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 monalisa meinte dazu am 05.08.15:
Liebe Marie, ich dachte da an jene Träume, die so zwischen Wachsein und Schlaf, also noch ehe man richtig eingeschlafen ist, auftreten. Es könnte aber auch 'Wunschträume' vom Sommer sein ... ?
Was du über die Atmosphäre schreibst, freut mich sehr, ebenso wie deine Empfehlung. Vielen Dank.

Liebe Grüße
mona
MarieT (58) meinte dazu am 05.08.15:
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Festil (59)
(27.03.16)
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 monalisa meinte dazu am 27.03.16:
Das freut mich, herzlichen Dank :)
Liebe Grüße
Mona

 styraxx (18.06.16)
Ich mag den Schluss, die letzten zwei Strophen, die das aufgebaute Stimmungsbild brechen - ein Paradigmawechsel der das Narrative zum Ausdruck bringt und somit Autenzitität an den Tag legt, ohne das lyrische Bild als gesamtes zu desavouieren.

 monalisa meinte dazu am 06.07.16:
Vielen herzlichen Dank für deinen wunderbaren Kommentar. Ich freu mich sehr und bitt gleichzeitig um Entschuldigung, das ich mich erst jetzt dafür bedanke, ist mir irgendwie entgangen :(.

Liebe Grüße
mona
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