Liebhaber Luftikus

Sonett zum Thema Jahreszeiten

von  monalisa

Wie er, der Herbstwind, dich auf Flügelhänden
bis zu den Wolken trägt, zum Himmel hebt
und weiter, bis dein Atem schwindelnd schwebt
im Wunsch, der Reigen möge niemals enden.

Wie schnell kann sich das Blatt doch wenden.
Wie schauerlich es in der Kälte bebt!
Es hat sich ausgeweht: Dein Goldkind klebt
salopp am nächsten dran mit Herbstreifhänden.

Er ist und bleibt ein loser Luftikus,
mag er dich heute noch so sehr begehren,
ist morgen unverhofft schon wieder Schluss.

Doch kannst du dich des Ansturms nicht erwehren,
weil man den Schelm trotz allem lieben muss;
nur sollst du keine falsche Hoffnung nähren.

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Kommentare zu diesem Text


 Jorge (11.09.14)
Ich mag ihn auch den Luftikus.
LG
Jorge

 monalisa meinte dazu am 11.09.14:
Das freut mich, du Luftikus-Liebhaber.
Danke, Jorge, für deinen Beitrag.
Liebe Grüße,
mona

 EkkehartMittelberg (11.09.14)
Schön, wie anmutig sich der Luftikus im Sonett-Anzug bewegt, Mona.

LiebeGrüße
Ekki

 monalisa antwortete darauf am 11.09.14:
Dankeschön Ekki für deinen charmanten Kommentar, der Luftikus schwingt grüßend seinen Hut :)

Liebe Grüße,
mona

 Regina (11.09.14)
Der Herbst als Bild Unzuverlässiger, das wäre mir zwar nicht eingefallen, aber dein Sonett finde ich gelungen, in sich stimmig.

 monalisa schrieb daraufhin am 11.09.14:
Ja, liebe Regina, der Herbstwind mal als säuselndes laues Lüftchen, mal als derber Sturm ... böig verteilt er seine Gunst nach Lust und Laune und mündet doch irgendwie immer in winterlichem Eiswind.
Danke für deinen Kommi, liebe Grüße,
mona
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