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Warum ich Wunder für real und wichtig erachte

Essay zum Thema Wunder


von Bluebird

Wun·der

    1.
    außergewöhnliches, den Naturgesetzen oder aller Erfahrung widersprechendes und deshalb der unmittelbaren Einwirkung einer göttlichen Macht oder übernatürlichen Kräften zugeschriebenes Geschehen, Ereignis, das Staunen erregt
    "ein Wunder geschieht, ereignet sich"
    2.
    etwas, was in seiner Art, durch sein Maß an Vollkommenheit das Gewohnte, Übliche so weit übertrifft, dass es große Bewunderung, großes Staunen erregt

Immer wieder erlebe ich in Gesprächen oder Diskussionen mit Atheisten, dass sie die Existenz von Wundern im Sinne von Punkt 1 kategorisch ablehnen oder bestreiten. Sich auf den Standpunkt stellen, dass dafür noch niemals ein wissenschaftlicher Beweis erbracht worden sei und es deshalb auch vernünftig sei, erst einmal davon auszugehen, dass es auch keine Wunder gäbe.
  Klingt auf den ersten Blick eigentlich ganz logisch, ist es aber natürlich nicht. Denn es wird von dem Axiom ( gültige Wahrheit, die keines Beweises bedarf) ausgegangen: "Nur was wissenschaftlich beweisbar ist, ist auch wahr!"

Es  liegt ja auf der Hand, dass die allermeisten berichteten Wunder im wissenschaftlichen Sinne nicht nachweisbar sind, weil es sich dabei um ein spontan auftretendes, einmaliges  Ereignis handelt, sich oftmals auf eine einzelne Person oder einen kleinen Kreis beschränkend.
    Eine Ausnahme würde ich bei den sogenannten Heilungswundern machen wollen. Hier kann man heutzutage durchaus eine medizinische Beglaubigung fordern und erwarten. Was  naturlich nur den Heilungsvorgang als solchen, noch nicht den ursächlichen Eingriff einer höheren Macht belegen würde.

Ich halte diese rationale Herangehensweise an die Wunderthematik aber eigentlich für einen  ein geschicktes Ablenkungsmanöver.  Ein "Kopf in den Sand stecken" vor einer anekdotischen Evidenz , deren Wucht und Durchschlagskraft kaum zu leugnen ist.
Und wer gar selber ein Wunder erlebt hat, weiß jenseits eines Zweifels, dass es solche Geschehnisse  gibt.
    Und für mich sind sie auch eine Art Gottesbeweis. Denn wie soll man sich eine solche Geschichte :  Ein Wunder in vier Akten - einen gesunden Menschenverstand und normales Empfinden voraussetzend -  ohne ein Eingreifen Gottes erklären?
 



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Kommentare zu diesem Text


AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (11.02.2020)
Der8. ist solch ein Wunder!
Mehr als sieben Mal vorhanden, und vermutlich ebenfalls per Akt entstanden.
Auch steckt der die Mütze (incl. Kopf) nicht in den Sand, denn dann wirkte er noch geringfügiger; ist er aber dafür von Haus aus von "anekdotischer Durchschlagskraft."

Der Beweis ist also erbracht. Und so schnell,
jubelt
derObige
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loslosch meinte dazu am 11.02.2020:
wenn eine frau ohne fremde hilfe rückwärts aus der engen ausfahrt fährt, ist das auch ein wunder, nicht wahr?
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princess antwortete darauf am 11.02.2020:
Kein Wunder ist es hingegen, was mancher Mann über  Frauen im Straßenverkehr vebreitet.
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Bluebird schrieb daraufhin am 11.02.2020:
@princess
Touche!
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loslosch äußerte darauf am 11.02.2020:
mein beitrag hat folgenden hintergrund: im ev. religionsunterricht der oberstufe fragte die lehrerin: was ist ein wunder? nennt aktuelle beispiele? - keiner kam drauf.

dann: die mosaikfenster im straßburger münster.

als mein sohn mir das erzählt hatte, fiel mir obiges beispiel ein. ich bin ja nicht blöd.
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (11.02.2020)
"Nur was wissenschaftlich beweisbar ist, ist auch wahr!"

Als Dogma ist das der Standpunkt der Neopositivismus, d.h. vor ca. 100 Jahren vertreten worden.
Heute haben die meisten Wissenschaftler keine Scheu einzugestehen, daß eine ganze Reihe von Phänomenen für sie (noch?) nicht erklärbar ist.

Ich gebe zwei Beispiele aus neuester Zeit:
Seit Jahren streiten Kosmologen über die Expansionsgeschwindigkeit des Weltalls: Die beiden präzisesten Messmethoden kommen zu unterschiedlichen, scheinbar inkompatiblen Ergebnissen. Nun liegt ein neues, unabhängiges Resultat vor, das Experten mit Spannung erwartet haben. Doch statt das Rätsel zu lösen, vergrößert die Messung des Teams um Wendy Freedman von der University of Chicago die Verwirrung: Die damit ermittelte Ausdehnungsrate fällt fast genau zwischen die bisher bekannten Werte. „Im Moment versuchen wir noch zu verstehen, wie das alles zusammenpasst“, sagt Freedman.
Für die Kosmologie steht viel auf dem Spiel: Wenn die Messungen weiter auseinanderklaffen sollten, könnte das auf Fehler in der grundlegenden Theorie hinauslaufen, mit der die Forscher das Universum modellieren. „Es geht hier um nicht weniger als die Grundfesten der Physik“, findet Freedman. [...]

(FAZ vom 9.10.2019)
Amerikaner kühlen ab

Der Planet heizt auf, der Mensch aber kühlt ab? Die durchschnittliche Körpertemperatur ist im Laufe des zurückliegenden Jahrhunderts jedenfalls um einige Zehntel Grad Celsius unter die als normal angesehenen 37 Grad gesunken. Das zumindest legen die Untersuchungen von Medizinern um Julie Parsonnet von der Stanford-Universität nahe. Nach der Auswertung von drei Datensätzen mit insgesamt 677000 Thermometer-Messungen seit 1860 kommen die Epidemiologen zu einem erstaunlichen Ergebnis: Die Kerntemperatur von Frauen ist um durchschnittlich 0,32 Grad, die der Männer sogar um 0,59 Grad gesunken. Der Deutsche Reinhold Wunderlich hatte 1851 erstmals die Temperatur von 25000 Gesunden dokumentiert und kam auf den Durchschnittswert von 37 Grad. Wie die Abkühlung zu erklären ist, weiß man nicht. Die Stanford-Mediziner spekulieren in ihrer Publikation in „eLife“, dass die geringere Infektionsrate heutzutage die Verbreitung entzündlicher Prozesse im Körper reduziere.

(FAS vom 26.1. 2020)

Diese oder irgendwelche anderen (noch?) unerklärbaren Phänomene als Wunder zu deuten, ist wissenschaftlich nicht hilfreich, weil es das Unerklärbare nicht erklärt, sondern durch etwas anderes, ebenso Unerklärbares ersetzt.

Der Gläubige hingegen wählt sich seine unerklärbaren Phänomene sorgfältig aus (eine Krankenheilung nach Gebet), schiebt die anderen (Expansionsgeschwindigkeit des Weltalls, Absinken der durchschnittlichen Körpertemperatur etc.) gleichgültig beiseite ... und dankt seinem Gott.

Das eben ist religiöser Glaube - nicht mehr und nicht weniger.

Das gegenwärtig größte wissenschaftliche Rätsel ist die Frage, wie Relativitätstheorie und Quantenmechanik zusammenpassen. Ich sehe nicht, daß irgendein Wissenschaftler leugnen würde, keine Antwort auf diese Frage zu wissen.
Für den Gläubigen fällt auch dies natürlich aus seinem Raster.

Kommentar geändert am 11.02.2020 um 12:32 Uhr
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Cora (29) ergänzte dazu am 11.02.2020:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Bluebird meinte dazu am 11.02.2020:

Heute haben die meisten Wissenschaftler keine Scheu einzugestehen, daß eine ganze Reihe von Phänomenen für sie (noch?) nicht erklärbar ist.

Ja, aber die Klammern um das noch werden da gerne weggelassen im Sinne davon, dass vorausgesetzt wird, dass a) alles Natur Ist und b) somit auch eine natürliche Erklärung haben muss

In einem gewissen Sinne ist das eine doppelte Verneinung von Wundern im Sinne von Punkt 1 ( im Haupttext) :
1. Wunder wurden noch nie wissenschaftlich bestätigt und somit auch nicht bewiesen /wahr
2. Auch wenn bestimmte Phänomene derzeit noch nicht erklärbar sind, so ist das nur eine Frage der Zeit .... (und selbst Einiges unerklärlich bleiben sollte, greift dann natürlich wieder Punkt 1 des Kommentartextes)

Das ist der gedankliche Teufelskreis, in dem sich die Naturwissenschaften und ihre Anhänger bewegen.Und aus dem es auch kein Entrinnen gibt, wenn der Blick nicht auf die von mir im Text erwähnte anekdotische Evidenz gerichtet wird.

Antwort geändert am 11.02.2020 um 13:01 Uhr
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autoralexanderschwarz meinte dazu am 11.02.2020:
Ich glaube mein Vorredner im Sinne der Aufklärung wollte in erster Linie darauf hinaus, dass etwas, das wissenschaftlich (was immer das hier heißen soll) nicht erklärbar ist, damit nicht automatisch als Beweis für (wie auch immer geartete) Dogmen taugt, sondern erst einmal schlicht rational (das halte ich hier für den besseren Begriff) nicht erklärbar bleibt.

Antwort geändert am 11.02.2020 um 13:24 Uhr
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Graeculus meinte dazu am 11.02.2020:
An Cora:
Das war wirklich ein Fehler von mir. Ich habe den den Gläubigen geschrieben, meinte aber den, mit dem ich hier spreche: Bluebird ... wobei ich den Eindruck habe (ohne mich da besonders gut auszukennen), daß das auch auf Pfingstkirchler und Bornagains zutrifft.

An Bluebird:
Wissenschaftler folgen einer bestimmten Methode, mit der die hoffen, noch offene Fragen klären zu können. Warum Gott für sie keine Erklärung ist, habe ich schon öfters geschrieben - auch oben wieder. Geradesogut könnten sie auch Babig oder Blubbdiwupp als 'Erklärung' einführen.
Weiterhin bestätigst Du meinen Eindruck, daß Dich nur ganz bestimmte unerklärte Phänomene interessieren, nicht aber Expansionsgeschwindigkeit, Körpertemperatur und das Verhältnis der beiden bestbestätigten, aber nicht zueinander passenden physikalischen Theorien. Das 'riecht' nicht nach Gott, gelt?
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Graeculus meinte dazu am 11.02.2020:
An autoralexanderschwarz:
Genau.
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Bluebird meinte dazu am 11.02.2020:
An Autoralex:
Das ist doch genau mein Punkt: "Was wissenschaftlich-rational nicht erklärbar ist, kann auf anderem Wege sehr wohl erklärbar sein."
Nämlich durch die Offensichtlichkeit eines Ereignisses, die jede weitere Diskussion überflüssig macht. Jedenfalls für einen Menschen mit gesundem Menschenverstand und natürlichem Empfinden. Wer beispielsweise so etwas erlebt, der hat seinen Gottesbeweis:
36 Und als es Zeit war, das Speisopfer zu opfern, trat der Prophet Elia herzu und sprach: Herr, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass heute kundwerden, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht und dass ich all das nach deinem Wort getan habe!

37 Erhöre mich, Herr, erhöre mich, dass dies Volk erkenne, dass du, Herr, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst!

38 Da fiel das Feuer des Herrn herab und fraß Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf im Graben.

39 Als das alles Volk sah, fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott!
(1.Könige 18)
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Bluebird meinte dazu am 11.02.2020:
An Graeculus:
Wer so etwas wie im Elia-Beispiel erlebt, der fragt nicht mehr nach Quantenmechanik und Relativitätstheorie ... der dankt seinem Gott
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Artname meinte dazu am 11.02.2020:
Nämlich durch die Offensichtlichkeit eines Ereignisses, die jede weitere Diskussion überflüssig macht.

Jain. Ich meine, es hängt von den aktuellen Möglichkeiten des erkennenden Lebewesens ab.

Ein fliegender Vogel war nie ein Wunder. Ein fliegender Mensch hingegen schon. Was ist mit den Flugpassagier?

Ein Adler erkennt eine Maus aus hunderten Metern Entfernung. Ich kann heute Details auf dem Mond erkennen - mit einem Teleskop!
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Cora (29) meinte dazu am 11.02.2020:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Graeculus meinte dazu am 11.02.2020:
Wir sollten drei Schritte sorgfältig unterscheiden:

1. das Ereignis selbst - sagen wir beispielsweise: Ich höre ein Stimme aus einem brennenden Dornbusch, die mir zuruft: "Graeculus, du bist mir verhaßt!"
2. die spätere Erinnerung und die Mitteilung dieses Ereignisses an andere.
3. die Erklärung dieses Ereignisses.

1 mag subjektiv offensichtlich und sogar unbezweifelbar sein. Daß ich das höre und sehe, ist - in diesem Moment! - für mich ebenso unbezweifelbar wie eine Schmerzempfindung.

Ab 2 wird es kritisch. Eigene Erinnerungen und erst recht Mitteilungen anderer sind alles andere als 'offensichtlich wahr'.

Und damit haben wir den Bereich 3 noch nichtmal betreten. Auf Anhieb fällt mir ein halbes Dutzend möglicher Erklärungen für ein solches Erlebnis ein.

Da zieht die 'Offensichtlichkeit' rasch von dannen.
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autoralexanderschwarz meinte dazu am 11.02.2020:
Traurigerweise werden die Dinge umso offensichtlicher, je befangener der Betrachter ist (und spätestens dort, wo jemand mit Bibelstellen argumentiert, steige ich aus der Diskussion aus). Das ist in meinen Augen ähnlich irreführend wie Thomas von Aquin.
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Bluebird meinte dazu am 11.02.2020:
An Cora:
Ich schrieb in Hinblick auf das Eliabeispiel: ": Wer beispielsweise so etwas erlebt, der hat seinen Gottesbeweis!"
Damit meine ich natürlich einen persönlichen Gottesbeweis

Wer nur davon hört, dem fehlt natürlich die Unmittelbarkeit und Bewiesenheit des Ereignisses ... da reicht es bestenfalls als ein starker Hinweis, was natürlich oftmals auch von der Glaubwürdigkeit berichtender Personen abhängt. Wieviel "Kredit" gebe ich ihnen? Und wie sind meine eigenen Erfahrungen? Habe ich selbst vielleicht schon einmal ein Wunder erlebt oder nicht?
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Graeculus meinte dazu am 11.02.2020:
Die Unmittelbarkeit ist nur dem Erlebnis selber zu eigen, aber nicht mehr gegeben, sobald das Erlebnis erinnert und gedeutet wird.
Erinnerungen sind keine getreuen, unverfälschten Abbilder.
(Als Beleg habe ich schonmal den Abgleich meiner Erinnerungen mit meinen Tagebuchaufzeichnungen erwähnt, ganz abgesehen von psychologischen Experimenten um das False-memory-Syndrom.)

Nicht einmal sich selbst sollte man blind vertrauen.
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Bluebird meinte dazu am 11.02.2020:
An Graeculus:
Ich schrieb:
Nämlich durch die Offensichtlichkeit eines Ereignisses, die jede weitere Diskussion überflüssig macht. Jedenfalls für einen Menschen mit gesundem Menschenverstand und natürlichem Empfinden. Wer beispielsweise so etwas erlebt, der hat seinen Gottesbeweis


Natürlich bezieht sich die Offensichtlichkeit erst einmal nur auf den Erlebenden. Für einen, der davon hört, schwächt sich das natürlich ab ... Glaubwürdigkeit der berichtenden Person(en) und auch eigene Vorerfahrungen spielen da eine Rolle.
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Graeculus meinte dazu am 11.02.2020:
Nochmal:
1. das Erlebnis selbst im Moment des Erlebens
2. die Erinnerung und die Mitteilung des Erlebten
3. die Deutung des Erlebnisses ("Es war wirklich Gott ...")

Die Unbezweifelbarkeit bezieht sich nur auf 1.
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Bluebird meinte dazu am 11.02.2020:
An Graeculus:
Es geht bei Wundern immer um eine Unterscheidung zwischen Phänomen und Deutung. Darauf weise ich schon seit Jahr und Tag hin, auch dass ein Wunder kein Gottesbeweis in einem objektiven Sinne sein kann.
Ein einfaches Gedankenspiel beweist das: Ein 12-köpfiges Götterteam könnte zu seinem eigenen Vergnügen die Menschheit einen christlichen Erlösungsweg vorgaukeln und die Sache geschickt mit Wundern und Ähnlichem garnieren, dass auf der subjektiven Ebene bei dem Gläubigen eigentlich kein berechtigter Zweifel übrigbleibt. Es könnte theoretisch alles eine gigantische Täuschung sein.

So kann sich ein Glaubender wie ich selbst bei den krassesten Wundern im Zusammenhang mit dem christlichen Gott nicht in einem objetiven Sinne sicher sein... es könnte sich auch um eine bewusste Irreführung handeln, die außerhalb meiner Erkennbarkeit ist.
Aber voraussetzend, dass der christliche Gott so wahrhaftig ist, wie in der Bibel beschrieben wird, liegt doch eine subjektiv empfundene Eindeutigkeit vor. Ich wäre vollkommen außerstande - meinem gesunden Menschenverstande und Gefühl vertrauend - bestimmte Ererignisse in meinem Leben anders als ein Gotteswirken sehen und deuten zu können.

Und gerade diese Dinge haben sich in meinem Gedächtnis so eingebrannt, dass ich sie auch ziemlich präzise wiedergeben kann ... und dies auch in schriflicher Form getan habe   eine kleine Auswahl von besonderen Schlüsselerlebnissen

Für einen Hörenden und Lesenden schwächt das Ganze natürlich deutlich ab, umso mehr, wenn man den Berichtenden nicht persönlich kennt und selber a) selber keine ähnlichen Erfahrungen gemacht hat und/oder b) einer recht unterschiedlichen weltanschaulichen Hintergrund hat.

Antwort geändert am 11.02.2020 um 22:32 Uhr
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Willibald
Kommentar von Willibald (11.02.2020)
Wollen wir auch nicht ein naheliegendes Beispiel - Typ anekdotisches Wunder - vergessen:

.
Vor einigen Jahren kam ich plötzlich auf die Idee, dass ich für meine häuslichen PC-Aktivitäten vielleicht etwas mehr Unbequemlichkeit bräuchte, also ersetzte ich den sehr bequemen Schwingsessel durch einen harten Bürostuhl.

Wohin aber mit dem Schwingsessel? Nach einigem Nachdenken, entschloss ich mich, ihn gegen den schon etwas in die Jahre gekommenen Ohrensessel auszutauschen. Gedacht, getan! Doch nun stand ich vor dem nächsten Problem. Der Ohrensessel passte nicht durch die Wohnungstüre und aus dem vierten Stock lässt sich so ein Sessel auch nicht risikolos aus dem Fenster befördern.

Kurzerhand zersägte ich ihn und beförderte die Einzelteile in den Keller.

Es dauerte ca. eine Stunde, dass ich mein Tun ernstlich zu bereuen begann. Denn da setzten auf dem Bürostuhl die Rückenschmerzen ein. Und nach einer weiteren Viertelstunde war klar: Ich hatte einen Fehler begangen. Die Rechnung ohne meinen leicht vorgeschädigten Rücken gemacht!

Ein Fehler, der sich jetzt natürlich auch nicht mehr rückgängig machen ließ, denn bei dem Ohrensessel hatte ich wirklich gründliche Zersägearbeit geleistet! Und mir einen neuen Sessel zu kaufen, hätte mein damaliges Budget ernstlich belastet. So fuhr ich den Pc herunter und machte mich auf den Weg in die Uni.

Als ich gegen etwa 24 Uhr des selbigen Tages nach Hause kam, stand überall Sperrmüll auf den Gehwegen. Manchmal drehte ich an solchen Tagen eine Runde, auf der Suche nach interessanten weggeworfenen Büchern. Aber ich war müde und wollte mich so schnell wie möglich Schlafen legen.

Der Schlüssel steckte schon in der Haustüre, als mir plötzlich ein überraschender Gedanke kam: Geh noch nicht nach oben! Einen Moment lang zögerte ich, dann gab ich nach. Schon etliche Male zuvor hatte sich solch ein plötzlicher Gedanke als eine Eingebung erwiesen. Ich zog den Schlüssel wieder aus der Türe und ging los.

Ich war ca 150 Meter wie ferngesteuert gegangen, als ich sie schon von weitem sah. Auf einem Berg von Schrott und Müll standen obenauf, weithin sichtbar, …- ich kann es heute noch kaum glauben - zwei gut erhaltene Schwingsessel. Wie für mich hingestellt und nur noch nicht abgeholt!
Natürlich habe ich sie sofort konfisziert und nach Hause befördert.

Wie groß dieses Wunder wirklich war, kann nur der ermessen, der auch diesen Stadtteil kennt. Hier werden normalerweise keinen Schwingsessel oder Ähnliches auf den Sperrmüll gestellt, und wenn, dann dauert es maximal eine Viertelstunde, bis irgendein professioneller Sammler zugeschlagen hat.

Und nun fand ich gleich zwei, ausgerechnet an dem Tage, wo ich meine langjährigen Ohrensessel zersägt hatte? Nein, solche Zufälle gibt es nicht. Da hat es ganz offensichtlich der biblische-christliche Gott, dem ich angehöre und diene, gut mit mir gemeint und meine törichte Aktion vom Vormittage korrigiert. (Hervorhebung, ww)

Seitdem steht wieder ein bequemer Schwingsessel vor meinem Pc und der Bürostuhl fristet nun - neben dem zweiten (Ersatz-)Schwingsessel -, ein trauriges Dasein im Keller. Meinen Rücken freut es!
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loslosch meinte dazu am 11.02.2020:
man könnte sich vor lachen biegen und die aktuellen rückenschmerzen fast vergessen, wenn man nicht ahnte, wer diesen text produziert hat.

Willibald, du bist ein begnadeter quellenkundler.

Antwort geändert am 11.02.2020 um 14:27 Uhr
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Bluebird meinte dazu am 11.02.2020:
An Willibald und alle:
Korrekterweise soll hinzu gefügt werden, das es sich hierbei um eine von mir persönlich erlebte Geschichte handelt:  Das Schwingsessel-wunder
Ich würde es als ein persönliches Wunder der Kategorie 4 oder 5 nennen. Es war schon ein recht unwahrscheinliches Ereignis - was ich im Hinblick und mit Bezug auf meinen zugrundeliegenden Glauben - als eine göttliche Fügung bezeichnen würde. Also kein wirklicher subjektiver Gottesbeweis, sondern eher ein starkes Indiz ... für einen Außenstehenden, besonders mit a-religiösem Hintergrund - schwächt sich das natürlich weiter ab

Antwort geändert am 11.02.2020 um 14:36 Uhr
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Willibald meinte dazu am 11.02.2020:
Salute, Bluebird,

Deine Präzisierung verstehe ich recht gut. Vielleicht könntest Du den Untertitel verändern? Der ist dann nämlich doch eher irreführend.

 Wunderanekdote
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AchterZwerg meinte dazu am 11.02.2020:
Ich liebe Gotteskrieger!
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Bluebird meinte dazu am 11.02.2020:
An Willibald:
Ich sehe jenes Ereignis im Sinne von Punkt 1 ... zwar nicht den Naturgesetzen, aber normal-üblicher Erfahrung krass überschreitend und staunenswert ... wie gesagt, ein Wunder untergeordneter Größenordung ... du darfst das aber gerne anders sehen!
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Willibald meinte dazu am 12.02.2020:
Salute, Bluebird

Bis Ende 2.2 überflogen

Ich beschränke mich auf einen kleinen Hinweis: Die Bibel kennt keinen allgütigen Gott, sondern nur einen gerechten und gütigen Gott ... und einen Sündenfall, der uns in den irdischen Schlamassel und eine grundsätzliche Gottesferne gebracht hat

Wer diese biblisch-christliche Erklärung des Theodizeeproblems in seiner Argumentation unberücksichtigt lässt, muss sich zumindest den Vorwurf gefallen lassen, auf einen Gegner einzudreschen ohne dessen Argumente wirklich zu kennen oder verstanden zu haben.

Zur weiteren Vertiefung dieses Gedankengangs empfehle ich folgenden Text von mir: Theodzeeproblematik ... ja, aber


Ich verstehe recht gut, dass Du hier einen Link zu deinen Theodizee-Gedanken setzt. Als Reaktion auf ein Unsichtbarer Gärtner Essay, das von Dir a) "überflogen" wurde und zwar, b) "bis hin zu 2.2".....

greetse
ww
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (11.02.2020)
Dass du gezeugt wurdest, die Zellen sich regulär teilten, ein Embryo heranwuchs, der überlebte, dass deine Mutter hinreichend Nahrung hatte und nicht zu viel Stress empfand, dass du ohne letale Komplikationen zur Welt kamst, Nahrung und Liebe erhieltest und erwachsen werden durftest, sind absolute Wunder und basieren auf einer endlosen Kette von Unwahrscheinlichkeit.

Kommentar geändert am 11.02.2020 um 14:38 Uhr
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Bluebird meinte dazu am 11.02.2020:
Und das würdest du als ein Wunder im eingangs definierten Sinne sehen? Nicht im Rahmen naturgestzlicher Vorgänge erklärbar? ... Ja, ich würde dir zustimmen, dass jedes Menschenleben auch sein eigenes metaphysisches Geheimnis hat ... wir Christen sagen da gerne etwas vereinfachend: "Du bist ein Gedanke Gottes!"
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Dieter Wal meinte dazu am 11.02.2020:
Jeder Depp kann mit JHWH "Wunder" wirken. Doch das eigentliche Wunder sind keine Wunder mittels Namensmagie etc., sondern jedes noch so minimale Leben. Jeder Vollhonk ist ein Wunder.

Die Existenz an sich ist es. Und das höchste nichtsichtbare, doch umso gewaltigere Seiende bleibt das ewige Wunder.

Antwort geändert am 11.02.2020 um 14:59 Uhr
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Cora (29) meinte dazu am 11.02.2020:
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Dieter Wal meinte dazu am 11.02.2020:
@cora: "Die Fortpflanzung des Lebens ist erklärbar, seine Entstehung (noch) nicht. "

Doch durchaus. Schätzings Buch über die Entstehung des Lebens aus dem Wasser ist wunderschön.
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Cora (29) meinte dazu am 11.02.2020:
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Dieter Wal meinte dazu am 11.02.2020:
Es gibt zwar in USA Vertreter des "Intelligent Design", doch niemand unter Biologen bezweifelt ernsthaft Darwin, noch viel weniger die Entstehung des Lebens aus dem Wasser. Bio GK-Abi. Interesse weiter vorhanden. Dem FSM sei Dank gibt es dank ID das FSM!
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AchterZwerg meinte dazu am 11.02.2020:
Ist es etwa kein Wunder, dass eine so große Zahl an Diskutanten zeitnah vor Ort ist?

Ein Schelm (ersatzweise Ungläubiger,
wer Böses dabei denkt
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Cora (29) meinte dazu am 11.02.2020:
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Graeculus meinte dazu am 11.02.2020:
Das "Ursuppenexperiment" hat es nur bzw. immerhin zu Aminosäuren gebracht.
Das war, wenn ich nicht irre, 1952.
Inzwischen ist die sog. Synthetische Biologie aber doch schon weiter.
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Cora (29) meinte dazu am 11.02.2020:
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Dieter Wal meinte dazu am 11.02.2020:
Schätzgen, lies einfach Schätzing. Erst lesen, dann blubbern.

Antwort geändert am 11.02.2020 um 20:53 Uhr
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Cora (29) meinte dazu am 11.02.2020:
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Willibald meinte dazu am 12.02.2020:
Kicher.
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Theodizee - ein starkes Gegenargument, aber ...InhaltsverzeichnisOffenbarungswissen - die christliche Trumpfkarte?
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Dies ist ein Artikel des mehrteiligen Textes Ein Plädoyer für den christlichen Glauben.
Veröffentlicht am 11.02.2020, 9 mal überarbeitet (letzte Änderung am 11.02.2020). Textlänge: 307 Wörter; dieser Text wurde bereits 244 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 29.07.2021.
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