Alleinsein kommt nicht über Nacht

Gedicht zum Thema Melancholie

von  GastIltis

Alleinsein kommt nicht über Nacht.

Es kriecht heran im Morgengraun.

Und was es aus dem Leben macht,

das wirft man übern Gartenzaun,


verbirgt es hinter dem Kompost.

Den kargen Rest samt Schnee und Eis,

den krallt sich eiskalt der Nordost.

Die Schwermut bleibt zurück als Preis.


Und käm ein später Sonnenstrahl,

nähm er sie mit? Ließ er sie dort?

Nein, er verglimmte auch vor Qual

und wär alleine mit ihr fort.




Anmerkung von GastIltis:

Empfohlen von:  tulpenrot,   Iktomi,   Tula,   Moja,   BeBa, Browiak,  AZU20,   Ralf_Renkking,   Didi.Costaire,   plotzn,   franky,  AlmaMarieSchneider.
Lieblingstext von:  AlmaMarieSchneider,   franky.
Fürs erste: Guten Rutsch!

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Kommentare zu diesem Text


 Didi.Costaire (22.12.21, 10:55)
Guten Morgen, Gil.

Du kannst so eine Stimmung besonders gut in Worte fassen.

Liebe Grüße,
Dirk

 GastIltis meinte dazu am 23.12.21 um 15:34:
Danke Dirk, der erste Versuch aus der Einsamkeit heraus scheiterte. Möge der zweite gelingen. Alles Gute wünscht Gil

 plotzn (22.12.21, 15:01)
Lieber Gil, 

besuchen dich die Einsamkeit,
mitsamt Melancholie zu zweit,
dann seid ihr leider nicht zu dritt,
die beiden zählen dich nicht mit.
Ich rate da zum Ignoriern,
lass sie vor deiner Haustür friern!


Eine besinnliche, aber nicht melancholische Weihnachtszeit wünscht Dir
Stefan

 GastIltis antwortete darauf am 23.12.21 um 15:37:
Vielen Dank Stefan, die Insel Usedom ist so einsam, dass man sich sogar im Testzentrum verläuft. Herzlich Gil

 AZU20 (22.12.21, 16:15)
Sehr interessanter Text. LG in die Weihnachtszeit

 GastIltis schrieb daraufhin am 23.12.21 um 15:39:
Danke Armin, bleib davon ein Ende weg. Viele Grüße von Gil.

 Fridolin (23.12.21, 02:50)
sehr schöne, eingängige und jahreszeitlich passende Bilder.
Der Schluss lässt rätseln, was aber auch wieder irgendwie passend ist.
Poesie, die man lieben kann ...

 GastIltis äußerte darauf am 23.12.21 um 15:42:
muss Fridolin, wenn man allein ist. Vielleicht auch nur in seiner Einbildung. Herzliche Weihnachtsgrüße von Gil.
Jo-W. (83)
(23.12.21, 10:24)
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 GastIltis ergänzte dazu am 23.12.21 um 15:49:
Lieber Jo , guter alter Freund. Vielen Dank für diesen und die vielen anderen einfühlsamen Kommentare und Text, die auch geeignet sind, manche Momente zu überwinden. Bleib gesund und lass den Bronnen deiner Einfälle weiter sprudeln. Von Herzen Gil.
Browiak (67) meinte dazu am 10.01.22 um 11:01:
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 GastIltis meinte dazu am 10.01.22 um 11:51:
Hallo Browiak,
danke zuerst für deine Empfehlung. Nun ist es so, dass ich solch ein Gedicht nicht berechnend verfasse, es entsteht intuitiv. Insofern ist deine Frage zwar zu beantworten, sie würde aber eine individuelle Aufklärung erfordern, die für ein Forum nicht geeignet ist. Ich hatte vor Jahren einem Freund mal ein Büchlein mit etwa siebzig Liedern und Gedichten geschenkt, selbst ausgedruckt und hier im Ort binden lassen, von dem ich meinte, dass es frohe und lustige Verse enthielt. Dann fragte mich jemand aus seiner Familie, warum so vieles traurig und melancholisch sei, was mir fast einen Schock versetzte. Aber es ist wohl so, außer vom Alleingelassensein steckt von allem etwas in oder zwischen den Zeilen. Übrigens finde ich gut, dass du zu mir gefunden hast. Ich habe dich längst gelesen. Und da grübele ich noch, ob ich die Schale mit dem Kern verwechsele oder nicht. Dass du dich ausgerechnet hier eingeklinkt hast, scheint mir ein Fingerzeig zu sein.
Sei ganz herzlich gegrüßt von Gil.
Browiak (67) meinte dazu am 10.01.22 um 14:09:
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