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... und vor dem Haus

Text zum Thema Aufbruch


von Traumreisende

.

Seine letzte Lüge ließ sie verstummen.
Diesmal  war sie so klein, so winzig klein, sie war so unwichtig und grundlos. Doch sie prallte an diesen Worten zurück und wurde in eine Erstarrung gestürzt.
‚Wieso diese Lüge?’
Alles war so durchsichtig, fast absurd hier irgend eine Wahrheit verleugnen zu wollen.
Jetzt hinterfragte sie alles. Wie ein Film liefen alle Situationen, seit der ersten Begegnung an ihr vorbei. Immer und immer wieder, der gleiche Film. Nur ihre Empfindungen veränderten sich bei jeder Wiederholung. Verständnislosigkeit, Wut und eine Betroffenheit die sich bis zur Übelkeit in ihr ausweiteten. Was entsprach der Wahrheit, was war Lüge, was war bewusste Manipulation? Sie wusste es nicht mehr. Resignation erfasste sie!
Mit jeder neuen Sequenz spürte sie, den Verlust vergangener Zeit.
‚Ist es möglich, Vergangenheit zu verlieren? Nein! Es ist nur das Erkennen ungenutzter Zeit!’
Jetzt alles erbrechen. Jede einzelne Lüge wollte sie aus sich herauswürgen und doch blieb ihr alles im Halse stecken und brachte diese Sprachlosigkeit hervor.
Langsam begriff sie, dass ein einziger Mensch ein wichtiges Lebensbild in ihr zum Bröckeln gebracht hatte.
Vertrauen und Aufrichtigkeit entfernten sich wie Fremdkörper von ihr.
Sie fühlte sich kraftlos, unendlich kraftlos. Wie eine Batterie, die nun aufgebraucht war, ausgenutzt in Sinnloslügen.
Mit diesem Begreifen kam der Protest. Es war wie ein Aufbäumen.
In diesem Moment spürte sie, wie der Rest an Kraft ihren Rücken gerade bog.

Sie blickte zum Fenster und nahm den feuchten Geruch war, der sich aus den Eis befreiten Wiesen erhob. Sie hörte Vögel und fragte sich, wie lange sie bereits sangen.
In diesem Moment war sie so ergriffen, als hätte sie erst in dieser Sekunde die Vielfalt ihrer Sinne erkannt.

Vor dem Haus knisterten die sich öffnenden Knospen an den Bäumen...


.


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Kommentare zu diesem Text


apocalyptica
Kommentar von apocalyptica (27.03.2006)
Erkenntnisse verarbeiten, auch wenns schmerzhaft ist...
Gegenwart erkennen, auch wenns schwer fällt...
Zukunft gestalten, ja, auf zu neuen Ufern!
Nur so gehts...leben!
Ich grüß dich lieb,
die -bea
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Traumreisende meinte dazu am 27.03.2006:
sooooo wahr, hach das tut gut... richtig gut...
dir ganz liebe grüße
zurück
silvi
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mondenkind
Kommentar von mondenkind (27.03.2006)
oh ja.. eine erkenntnis kann sich schmerzhaft durch vergangene momente fressen. und meist hält die stumme erstarrung enen endlose momente gefangen. aber andererseits ist es eine erlösung, dieser erkenntnis nun gewiss zu sein... und neu beginnen zu können... ein toller aufbruch-text, silvi!
und ich liebe knisterne baumknospen! und prosa!! lg, nici
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Traumreisende antwortete darauf am 27.03.2006:
ja, du sagst es, alstes kann sich ätzend druch das denken fressen... aber wir sind es die es zulassen... ) und wenn wir sagen ja, jetzt leben... frühling....dann hat alter schmerz wenigerchance )
danke dir ganz doll....
eine silvi die sich noch vorsichtig an die prosa tastet )
lg
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Kommentar von Herzwärmegefühl (53) (27.03.2006)
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Traumreisende schrieb daraufhin am 27.03.2006:
ich habe gerade jetzt gelesen, dass das gefühl grundsätzlich durch den verstand ausgelöst werden würde, auch wenn es gegensätzlich reagiert, das hat mich erst verwundert, aber dann konnte ich verstehen, das bewusste annehmen eines jeden einzelnen momentes bedarf keiner vorherrschaft von gefühl oder verstand...
bin zwar immer noch im nachklang dieser worte, aber den moment, den in dieser einen sekunde voll und ganz anzunehmen, mag er auch noch so unschön sein, läßt keinen alten schmerz wachsen.
erfahrungen werden wir immer sammlen, aber sammeln wir nicht auch manchmal kummervolle erinnerungen und rufen sie als erfahrung ab.

ja... draussen knistert es.... und riech mallllll )
ganz lieben gruß
silvi
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Kommentar von seelenliebe (52) (27.03.2006)
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Traumreisende äußerte darauf am 27.03.2006:
wenn es dich inspirierte so wirst du auch den widerhall von freude darin aufnehmen können.
und das ist immer ein besonderes geschenk.

hab ganz doll dank, hab zwar erst morgen geburtstag aber dein kleienr vers ist heut schon ein schönes geschenk!!! )
danke duuuuu
silvi
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Kommentar von steinkreistänzerin (46) (27.03.2006)
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Traumreisende ergänzte dazu am 27.03.2006:
jepp, einmal reicht eigentlich aus....
man muss nur aufpassen, dass das natürliche positive vertrauen nicht beständig zu grübeln und zu vergleichen beginnt.
jede sekunde ist eine neue in unserem leben und so sollten wir sie auch annehmen.
dir ganz lieben dank.
silvi
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Kommentar von Esther_Pollok (23) (27.03.2006)
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Traumreisende meinte dazu am 27.03.2006:
oh nein, nicht weinen, es hat nichts mit meinem leben jetzt zu tun, aber es war schon etwas erlebtes, zwar nicht ganz in der form, aber manchmal kann auch ein guter freund an dem menschenvertrauen wackeln... aber das liegt auch in dem maß wie wir es zulassen.
wichtig ist... da draussen knistert es:_)))
von herzen
silvi
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Kommentar von Fabian_Probst (44) (30.03.2006)
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Traumreisende meinte dazu am 30.03.2006:
ja, das ist wohl wahr.... schicksal als weg... lg silvi
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Traumreisende
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Veröffentlicht am 27.03.2006, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 27.03.2006). Textlänge: 286 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.006 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.07.2021.
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