Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Hannelore (05.12.), pawelekmarkiewicz (28.11.), Graeculus (28.11.), keinleser (25.11.), Sandfrau (18.11.), Loewenpflug (14.11.), Tigerin (12.11.), Seifenblase (12.11.), Marty (05.11.), Slivovic (22.10.), C.A.Baer (19.10.), Swiftie (15.10.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 665 Autoren* und 78 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 14.914 Mitglieder und 431.406 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 06.12.2019:
Tagebuch
Ein Tagebuch ist eine individuell geführte Aufzeichnung über die Ereignisse verschiedener Tage. Meistens wird es zum eigenen... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Mein romantisches Tagebuch von Serafina (22.11.19)
Recht lang:  Tagebuch des JWSCG (oder Hommage an Christian Morgenstern) von Schreiber (5505 Worte)
Wenig kommentiert:  Am Ende der Nacht von Eumel (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  31. von nautilus (nur 25 Aufrufe)
alle Tagebücher
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Noema
von Eolith
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil ich hoffentlich lustige Beiträge bringen werde." (Magier)
Inspiration LiebeInhaltsverzeichnisDer steinerne Engel

Nackt

Kurzgeschichte zum Thema Erotik


von Mondsichel

Nur einmal wolltest Du mich nackt sehen, nur einmal meine Haut mit flammenden Sinnen kosten. Nur einmal mein größtes Geheimnis, meine Sehnsucht und meine Hoffnung sein. Du wolltest ein Lächeln auf meine Seele malen und tanzend im Licht des Mondes, mir den Atem von den Lippen küssen. Haut auf Haut verspüren und Dich der süßen Verführung des Verbotenen ergeben.
Ich spürte Deine Fingerspitzen, die nachdenklich über meine Lippen fuhren, die keinen Ton mehr von sich gaben. Und so erbebten sie in Erwartung dessen, was noch geschehen würde. Dein Herz schlug nur für mich, Dein Verlangen raubte Dir den klaren Verstand.
Du wolltest nur einmal meine Erfüllung sein, nur einmal, egal wie viel Leere am Ende zurückbleiben würde. Denn der stechende Schmerz unerfüllter Träume, war viel weniger zu ertragen...

Meine Seele flehte längst vor Deinen Füßen, dass Du mir niemals mehr in die Augen blickst. Das Du mich vergisst und wir uns niemals wieder sehen. Denn wenn ich in den Spiegeln Deiner Sehnsucht versank, dann vergaß ich mich selbst. Tiefer bin ich nie in das Meer der Erkenntnis eingetaucht.
Ich wusste, würde ich nur ein einziges Mal nachgeben, dann wäre ich für immer in Dir verloren. Meine Gedanken schrieen lauthals gegen die Stürme der Versuchung, die lieblich meine Gefühle umschlangen.
Das pochende Herz wollte nicht verstummen, mein Körper erzitterte unter dem inneren Kampf, der wohl niemals enden würde. Ich wand mich ab von Deinem Strahlen, das im Dunkeln mich stets geleitet hatte.
Ich wollte nicht gehen, doch ich musste es tun...
Das Feuer der Sehnsucht verbrannte mich und ließ mich schließlich taub werden, taub für jeden Schmerz, taub für jedes Gefühl. Einsam und schwerfällig, bewahrte ich lieber mein zerstörtes Selbst vor den Blicken, die es entblößt zerschlagen könnten.
Nackt bis auf die Seele, hatte ich Angst in Deinem Schatten nicht zu überleben. Denn ich glaubte, Du würdest nicht verstehen wollen, wie viele Grenzen es in meinem Innersten gab. Egal wer es war, der meine Liebe ersehnte, er würde einen Kampf schlagen müssen, der viel Ausdauer verlangte.
Doch kaum einer würde lange genug gegen meine Ängste kämpfen wollen, war es doch viel einfacher das zu nehmen, wo es keinerlei Anstrengung benötigte. So verleugnete ich lieber alles was ich begehrte, als noch tiefer in den Meeren roten Blutes zu versinken, das stetig aus meinem Innersten floss...

Irgendwann blieb ich stehen und versank im Strudel der Verzweiflung, die ich mir in meiner Angst selbst geschaffen hatte. Doch bevor ich endgültig entschwinden konnte, spürte ich Deinen festen Griff, der mich kraftvoll aus meiner Resignation zog.
Im Angesicht der Nacht hast Du mich aus meinem Schlaf erweckt. Mein Körper zitterte vor Kälte, so nackt, wie er im Angesicht des Mondlichtes vor Deinem Selbst stand. Deine Arme schlangen sich um meinen Leib und wärmten mich mit der Leidenschaft, die Du tief in Deinem Innern trugst.
Du wolltest niemals aufgeben, wolltest mich nicht verlieren, wie oft Du auch gegen die hohen Wellen meiner Ängste kämpfen müsstest. Du warst bereit diesen Kampf zu schlagen, der fast aussichtslos erschien...
Unweigerlich blickte ich wieder in Deine leuchtenden Augen, die mir das Herz und die Sinne raubten. Sie flehten mich an, nur ein einziges Mal die Deine zu werden. Und je tiefer Deine Augen in mich drangen, desto mehr schwand mir die Kraft zu wiederstehen.
Das Feuer hatte mein Herz erwärmt und mich in Flammen aufgehen lassen. Ich versuchte Deinem Blick zu entkommen, doch ich konnte einfach nicht. Immer tiefer drang das Schwert in meine Brust, das Schwert des Verlangens und der Liebe
Die Ängste schrieen so laut sie konnten, doch das Pochen meines Herzens überdröhnte sie. Ich schloss die Augen und ergab mich dem, was hinter den Türen des unendlichen Verlangens verborgen war...

Der letzte Schrei der meiner Kehle entfloh, trug mich weit fort, in eine Welt zwischen den schönsten Träumen und der Realität. Und bevor ich überhaupt bei klarem Verstande sein konnte, erfasste mich die feurige Welle der süßen Lust und der seufzende Atem kühlte meine brennende Haut, die sich sinnlich an der Deinen wiegte.
Es gab keine Grenzen mehr zwischen uns, kein Fleisch und kein Blut mehr, was uns ewig voneinander trennen sollte. Wir verschmolzen zu einem tosenden Meer aus sprühenden Funken, die am Himmel wie Sterneschnuppen verglühten.
Es war mir egal, dass morgen vielleicht nur noch verbrannte Seelen von uns zurück bleiben würden. Und es war mir egal, ob man uns verstoßen würde, aus der ewig grauen Alltäglichkeit der kalten Gesellschaft...
Deine Küsse brannten mir jeglichen Zweifel von den Lippen. Jede Angst und jedes nachdenkliche Wort, verlor sich im Taumel befreiender Schreie, die unseren Kehlen seufzend entrannen.
Und als die Hitze uns den Tau der brennenden Sehnsucht auf die nackten Leiber malte, als die Stille uns schweben ließ, zwischen Raum und Zeit, gebannt im Glücksgefühl der Erfüllung, da wussten wir, dass unsere Gefühle weit über das Verständnis jener hinausgehen würde, die jenes Fleisch zur Welt gebracht hatten, das sich nun im Rausch der Sinne verloren hatte...

Nur einmal hast Du mich nackt gesehen, nur einmal meine Haut mit flammenden Sinnen gekostet. Unser Tanz im Schein des Mondes, hat uns tiefer vereint, als es das Blut in unseren Adern jemals konnte. Wir gehören für immer und ewig zusammen und keine Macht wird uns jemals mehr nehmen können, was wir im Angesicht der Nacht erfahren haben. Ich weiß nicht was der neue Morgen uns bringen wird, geliebter Bruder. Doch ich weiß: Egal wie weit ich von Dir gehe, egal wohin uns das Leben verschlägt, Deine Augen werden mich immer wieder zum Feuer tragen, in dem heiß die Liebe lodert, die uns verboten ist...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Und wieder ein Teil für meinen Band "Als die Welt zu Eis wurde..." Diesmal etwas wärmer angehaucht und doch irgendwie zugehörig zu dieser Welt, in der wir langsam aber sicher erfrieren... :)


Inspiration LiebeInhaltsverzeichnisDer steinerne Engel
Mondsichel
Zur Autorenseite
Zum Steckbrief
Zum Aktivitäts-Index
Dies ist ein Erzählung des mehrteiligen Textes Als die Welt zu Eis wurde....
Veröffentlicht am 02.01.2007, 7 mal überarbeitet (letzte Änderung am 24.01.2007). Textlänge: 927 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.230 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 20.11.2019.
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Schlagworte
Liebe Sehnsucht Leidenschaft Gefühle Emotionen Schmerz Träume Erinnerungen Vergangenheit Sex Erotik Geschwisterliebe
Mehr über Mondsichel
Mehr von Mondsichel
Mail an Mondsichel
Blättern:
voriger Text
nächster Text
Weitere 10 neue Kurzgeschichten von Mondsichel:
Chaoskrieger Filibart und Brunhilde Ein Tag Der Wunsch III Der Wunsch I Mittagspause Der letzte Tanz Weggefährten Der Wunsch IV Die Leere
Mehr zum Thema "Erotik" von Mondsichel:
Bittersüßes Leid Wo die Sirenen... Synonyme Erotik Arcy und die starken Männer Reinecke Fuchs (Sado Maso) Die Eiersuche (Frivole Ostern) Göttlichkeit Zeit des Feuers Brennende Verzückung Die Grotte Rausch der Sinne Cherubin Feuersbrunst Engel und Satan Süße Sünde
Was schreiben andere zum Thema "Erotik"?
Batmans Tod (BLACKHEART) S. E. X., Baby (Xenia) Gefährliche Abkürzung (Der_Rattenripper) das Dunkle in dir (hexerl) Twister (RainerMScholz) Suzette so nett (Walther) Zeitblähung (franky) du sagst (WortGewaltig) Liebeslied - Ein erotisches Zwiegespräch (Winfried) Die Erotik Hitlers (klaatu) und 436 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2019 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2019 keinVerlag.de