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Der Missionar vom Bodensee -1-

Erzählung zum Thema Glaube


von Bluebird

Langsam schlenderte ich mit der Bibel unter dem Arm durch die Gassen der Altstadt zurück zu meinem Fahrrad. Ich hatte es schon fast erreicht, als ich auf einmal eine laute Stimme ganz in meiner Nähe vernahm und neugierig in die entsprechende Richtung blickte. Ein Mann stand etwas erhöht auf einem kleinen Podest und sprach zu einer kleinen Ansammlung von Menschen. Nun doch etwas irritiert fragte ich mich neugierig: Was geht da vor? 
   
Kurz darauf befand ich mich ebenfalls unter den Zuhören und schaute mir den Redner etwas genauer an. Im Grunde ein ganz normal aussehender Mann, von dem aber eine gewisse Faszination ausging. Seine leidenschaftliche Art des Redens hatte etwas Fesselndes.
    Es war schnell klar, dass  es um den Glauben an Jesus Christus ging. Aber ich hatte doch erhebliche Mühe ihm inhaltlich zu folgen. Seine Worte rauschten mehr oder weniger unverstanden an mir vorbei. Vielleicht weil ich einfach zu spät hinzugekommen war oder mich unterbewusst andere Gedanken beschäftigten?

Nach einer Weile wurde mir das Ganze zu langweilig und so beschloss ich weiterzugehen. Ich hatte mich gerade umgedreht, als mich  ein junger Mann freundlich lächelnd ansprach: "Hallo! Mein Name ist Herbert. Ich komme aus Konstanz am Bodensee. Darf ich dich etwas fragen?"
    Ehrlich gesagt war ich mich schon etwas befremdet von dieser sehr direkte Art der Kontaktaufnahme  und hätte normalerweise eher abweisend reagiert. Aber dies war kein Tag wie jeder andere und so nickte ich zustimmend: "Ja, gut! Worum geht es denn?" Herbert lächelte mich erneut freundlich an: "Hast du eine persönliche Beziehung zu Jesus?"

Wie schon gesagt, es war kein Tag wie jeder andere. Und so fragte ich zurück, wo ich vielleicht ansonsten das Gespräch beendet hätte: "Eine persönliche Beziehung zu Jesus? Wie meinst du denn das?" Seine Antwort kam postwendend.: „Ich meine mit Jesus im Alltag zu leben. Ich mache dies schon seit einigen Jahren.“

Ich war schon einigermaßen verblüfft. So etwas hatte ich noch nie gehört. Andererseits,  ich stand a auch im Kontakt mit meinen "Verwandten". Warum also sollte er nicht im Kontakt mit Jesus sein? 
    "Weißt du was", sagte er, "ich sehe, dass du eine Bibel in der Hand hast. Was hältst du davon, wenn wir zusammen einige Bibelstellen lesen?" Ich überlgte kurz nickte dann: "Ja, warum nicht!?" Und so setzten wir uns auf eine kleine Mauer und ich schlug meine Bibel auf.
 
Er nannte mir nun in der Folge aus dem Kopf einige Bibelversen, die ich dann suchte und laut vorlas. Es begann bei Adam und Eva, dem Sündenfall und der Vertreibung aus dem Paradies und endete bei Jesus am Kreuz: "Durch Jesus Christus und seinen Tod am Kreuz wurde Adams Sünde gesühnt!"  Aha, ich verstand. Jesus sozusagen als Brücke zu Gott.
    Soweit die "Theorie"! Aber würde sie auch der Praxis standhalten? Mein Gesprächspartner versicherte mir enthusiastisch: "Es funktioniert wirklich! Ich habe Jesus mein Leben vor einigen Jahren übergeben und seit der Zeit bin ich wirklich in Kontakt mit Gott!"
 
Ehrlich gesagt war ich schon einigermaßen beeindruckt, aber nicht wirklich überzeugt: "Aber was macht dich denn so sicher, dass du wirklich in Kontakt mit Gott bist und dir das nicht Alles nur einbildest?" Ohne zu zögern antwortete er mir: "Seit jener Zeit hat mein Leben sich total verändert und ich erlebe täglich Fingerzeige und Beweise Seiner Liebe! Er hat mich einen ganz neuen Weg geführt!"
      Das konnte man jetzt glauben oder nicht!? Vielleicht hatte er ja tatsächlich Erfahrungen gemacht, die ich noch nicht kannte. Für einen Moment war ich versucht, ihm von Jürgen und meinem Kontakt zu den verstorbenen "Verwandten" zu erzählen. Aber dann ließ ich es doch lieber bleiben. Vermutlich würde er das nicht richtig verstehen und ihn das Ganze etwas durcheinander bringen.
    Stattdessen fragte ich ihn: "Muss es denn ausgerechnet Jesus sein?  Was ist beispielsweise mit den Moslems und Hindus? Sind sie nicht auch in Kontakt mit Gott? Und was ist mit Ghandi? War er nicht einer der edelsten Menschen, die jemals gelebt haben?“ Er schüttelte den Kopf und sagte: "Schlag mal das Johannesevangelium auf. Kapitel 14 Vers 6!“

Als ich nach einigem Suchen die Bibelstelle gefunden hatte, las ich sie laut vor:
Jesus sprach zu ihm: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich!"
                 
Ich war geschockt! Hatte ich richtig gelesen? Jesus war der einzige Weg zu Gott? „Ja“, hörte ich Herbert sagen, „du siehst, laut Bibel geht es nur über Jesus zu Gott!“ Ich begann die Dimension dieser Aussage zu begreifen. Wenn das wirklich stimmte, dann war in meinem Leben etwas grundlegend nicht in Ordnung.
    Herbert erbot sich noch ein Gebet für mich zu sprechen. Ich erklärte mich einverstanden. Es wird nicht schaden und vielleicht nützt es ja sogar was, dachte ich bei mir selber.  Und so betete er: "Jesus, du hast unser Gespräch mit angehört. Du siehst, dass Heiner wie ein verirrtes Schaf in der Wüste ist und nach Wasser sucht. Lass ihn nicht für die Ewigkeit verloren gehen und errette ihn aus seinem Zustande! Amen!"
 
Nun war ich zum zweiten Mal geschockt. Herbert sah mich also ein "verirrtes Schaf in einer Wüste" an, dass auf "ewig verloren" zu gehen drohte und einer Errettung durch Jesus bedurfte. Nicht gerade schmeichelhaft für mein Ego! Aber ich protestierte nicht, sondern sagte nur: "Amen!" Dann verabschiedete ich mich von ihm und machte mich nachdenklich auf den Weg zu meinem Fahrrad.

Anmerkung von Bluebird:

Teil 17 meiner autobiografischen Geschichte aus dem Jahre 1985



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Dies ist ein Abschnitt des mehrteiligen Textes Errettet aus des Teufels Küche.
Veröffentlicht am 17.08.2013, 8 mal überarbeitet (letzte Änderung am 02.11.2018). Textlänge: 884 Wörter; dieser Text wurde bereits 671 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 15.09.2019.
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