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von Isaban

Mit allen Wassern wäscht der Sturm
das Lindengold von Bürgersteigen,
zwingt junge Bäume, sich zu neigen,
spült manchen unglücklichen Wurm

aus seiner Krume hoch ins Freie
und zerrt die Vogelkinder aus den Nestern.
Die Kleinen wähnten sich noch gestern
in Sicherheit. Der Eltern Schreie

sind unerhört, vorbei ist das,
was vormals war;
die Zukunft liegt zerzaust und nass

gleich unterm Baum im tiefen Gras,
von jetzt auf gleich nur Katzenfraß
und en passant fast unsichtbar.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Teichhüpfer
Kommentar von Teichhüpfer (14.07.2019)
In den Randgebieten der Städte herrscht Gewalt. Ich war da allein, musste arbeiten. Später, nie wieder zurück! Ich dachte, die Liebe und der Frieden findet sich schon, aber mit dem Denken, heißt es...
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Willibald
Kommentar von Willibald (14.07.2019)
Wow!

fast unsichtbar.
Ohne Pathos: das ist leidenschaftslos präzises Parhos.
greetse
ww
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Kommentar von Regina (14.07.2019)
Ja, da gibt es Probleme für die Würmer und die Vögel.
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Jo-W.
Kommentar von Jo-W. (14.07.2019)
so vieles in der Natur bleibt uns unsichtbar und vieles andere wollen wir nicht sehen,aber wenn wir unsere Augen dafür öffnen,
öffnet sich das Leben- und uns, die wir ein Teil davon sind- ein gelungenes Bild über eine Begegnung--einen Morgengruß-Jo
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (14.07.2019)
Hallo Sabine,
wir faseln so viel von Bedeutung und bilden uns ne Menge dazu ein und dann kommt so ein Sturm mit allen Wassern und unsere Illusionen sind fast unsichtbar geworden. Sehr gut ins Bild gesetzt.
Liebe Grüße
Ekki
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