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Augen, verquollen

Tragikomödie zum Thema Entfremdung


von AchterZwerg

Zaghaft klingle ich am Tor.

„Ist was passiert?“ feixt du. – Ich
sondere würgend den üblichen Senf ab

stellst du die Flasche zum Glas und
prostest mir zu, als läge uns
Wahrheit tatsächlich im Wein, die
Liebe nicht längst auf Erinnerungskompost, ver-
west unter Nelken und Tannenzapfen

sprichst  von Salat, Petersilie und so, wo-
bei es egal ist, ob ich jetzt schon heule
oder auch nicht

Anmerkung von AchterZwerg:

Schreibaufgabe mit den Begriffen:

Augen
Petersilie
Nelken
Tannenzapfen
Kompost
Senf

Wer möchte, "darf" gern mitspielen.


 
 

Kommentare zu diesem Text


LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (16.08.2019)
Schreibaufgaben liebe ich! Leider beklage ich momentan das eklatante Fehlen von Zeit dafür! Heul!
Du hast die Aufgabe fantastisch gelöst!
Mein Beifall


Applaudierend

Lotta

Kommentar geändert am 16.08.2019 um 09:02 Uhr
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AchterZwerg meinte dazu am 16.08.2019:
Ja, ich mag sie auch.
Etwas Zeit benötigen sie allerdings, da hast du ganz Recht.

Na, vielleicht klappt es beim nächsten Mal ...

Liebe Grüße
der8.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (16.08.2019)
Lieber Pico,
ich halte von solchen Schreibaufgaben wenig, weil ihre Ergebnisse Konstrukte sind. Aber bei der Bewertung sollte man von seinem persönlichen Geschmack abstrahieren und ich räume gerne ein, dass dir die Lösung gut gelungen ist.
Liebe Grüße
Ekki
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LotharAtzert antwortete darauf am 16.08.2019:
Auch ich mag lieber das Aufgeben von Anhaftungen, als konstruiertes Zeugs. Das Leben ist kurz, es muß nicht auch noch mit Lernen und Ausübungen von Kinkerlitzchen vergeudet werden.
Grüße in die Runde
Lothi
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AchterZwerg schrieb daraufhin am 16.08.2019:
Lieber Ekki, hallo Lothar,
einem promovierten Germanisten muss ich mit Sicherheit nicht sagen, dass Lyrik (fast) immer Merkmale eines Konstruktes aufweist: Figuren, Tropen und v. a. mehr.
Ein Gedicht ist ein im höchsten Maße unzufälliges sprachliches Konstrukt.(Conradi)

Ich finde, dass Schreibaufgaben / - Spiele sehr gute Übungen sind, um sich in Form und Klang zu perfektionieren. Und sich auf ein (!) Bild zu beschränken, auch wenn viele verschiedene Fakten zu bedenken sind. Und daran hapert es in den Foren nicht eben selten.
Zudem sind solche Aufgabenfäden häufig sehr erfolgreich, machen Spaß und bringen neue Leute in ein Forum.
Ich weiß von einem Faden dieser Art, der über 70.000 Klicks aufweist ... ich fürchte, diese Idee hast du nun schon im Vorfeld erstickt.
Schade.
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EkkehartMittelberg äußerte darauf am 20.08.2019:
hallo Pico,
ich habe meine Meinung zu solchen Schreibaufgaben als Geschmacksurteil deklariert, nicht als wissenschaftliche Streitfrage. Was sie damit zu tun hat, dass ich promoviert bin, ist mir ein Rätsel. Ich habe meine Promotion auf diesem Forum niemals ins Gespräch gebracht und bin der Meinung, dass man trotz Promotion das Recht auf Irrtum hat, sofern es sich um einen Irrtum handelt. Ich bin weiter der Auffassung, dass gute Lyrik nichts Konstruiertes an sich hat, denn das meinte ich hier mit Konstrukt. Vielleicht ist dir entgangen, dass ich dein Gedicht gelobt und empfohlen habe, obwohl ich die Vorgabe so disparater Stichwörter für wenig sinnvoll halte.
Irritierte Grüße
Ekki
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (16.08.2019)
Ich hasse Schreibaufgaben!
Also Augen zu und durch Petersilie, Nelken und das gesamte Grünzeug. Hast du schon mal einen Schnaps getrunken, der aus Tannenzapfen gebrannt ist, ekelig, den kannst du gleich auf den Kompost schütten. Zum D´dorfer Löwensenf will ich lieber schweigen, da springt dir das Wasser aus den Augen, und schwups, sind wir wieder am Anfang und drehen uns im Kreis!
Werd mir nicht schwindelig
LG TT
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AchterZwerg ergänzte dazu am 16.08.2019:
Dafür habe ich mal im Spreewald ein Gurkeneis gegessen.
Gewöhnungbedürftig, aber vermutlich leckerer als ein Zapfenschnaps.
Dein Texterl ist dir übrigens super gelungen - vor allem der letzte Satz!

Lachende Grüße
der8.
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (16.08.2019)
Und im Theater zahlen die Leute noch Geld für ein Schauspiel. dabei könnten sie es daheim umsonst haben. Die Welt ist verrückt...
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AchterZwerg meinte dazu am 16.08.2019:
Meine Rede.
Ein Discounter ersetzt so manchen Psychiater, ein guter Schauspieler den eigenen Ehemann, die forenSischen Schreibaufgaben zuweilen das Fernstudium "Lyrisches Schreiben".

Liebe Grüße
der8.
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Kommentar von Sin (55) (16.08.2019)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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AchterZwerg meinte dazu am 17.08.2019:
Danke schön, Sin.
Aber wenn kaum einer mitspielt, isser nur halb gelungen.

Laut aufschluchzende Grüße
der8.
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Veröffentlicht am 16.08.2019. Textlänge: 65 Wörter; dieser Text wurde bereits 126 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 05.06.2020.
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