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Tiefblaue AugenInhaltsverzeichnisDer Traum von der wahren Freiheit

Das Haus am Meer

Erzählung zum Thema Gefühle


von Mondsichel

Einige Zeit später fuhren wir an das blaue Meer, einige Meilen fort von der Stadt, in das Geburtshaus von Samuel. Hier waren wir frei von allen geschäftlichen Dingen und Problemen. Und das Beste war, wir waren vollkommen ungestört. Es kam mir dort vor, als wären wir beide in unsere zweiten Flitterwochen gefahren.
Mein Schwiegervater war daheim geblieben, da ihn die Geschäfte hielten.
„Wenigstens einer von uns muss das Geschäft am Laufen halten“ hatte er gesagt. Doch ich glaube heute noch, dass er uns absichtlich diese Zeit für uns alleine gönnen wollte.

Es war ein wunderbares Gefühl jeden Morgen vom Rauschen der Wellen wachgeküsst zu werden und den Sonnenaufgang zu beobachten. So spazierte ich oft im Morgengrauen am Strand entlang. Auch an dem Tag, als ich ihn wiedertraf.
Er saß auf der Erhebung von dem Hause und blickte schweigend auf das weite Meer hinaus, deren Wellen sanft an das Ufer rauschten. Ich war im ersten Moment über diese Gestalt erschrocken, die sich nicht regte und keinen Ton von sich gab.
Sein langes schwarzes Haar umwehte seine kräftige Gestalt, seine Kleidung war aus altem schwarzen Leder und erschien leicht zerrissen. Um seinen Hals hing eine silbern glitzernde Kette und an seinen Ohren hingen mehrere silberne Kreolen. Neben ihm lagen zwei Schwerter die dem Morgen entgegenfunkelten...
So stand ich dort und beobachtete ihn eine ganze Weile.
Als er mich endlich sah, da war es, als würden sich tausend Schwerter gleichzeitig durch meine Seele bohren. Diese tiefen blauen Augen, die wie Edelsteine leuchteten und voller Traurigkeit schienen, brannten sich in mein Herz.
Mein Atem stockte als er von der Erhebung heruntersprang und schließlich dicht vor mir stand. Diese Augen kannte ich, genauso wie diese Gestalt mir bekannt vorkam. Wie der Schatten, dessen Augen mich im Dunkeln gemustert hatten. Und als ob ich es geahnt hätte nahm er meine Hand und küsste sie sanft, so wie damals. Doch mir schien, als hätte er mich nicht erkannt. Denn er verbeugte sich, nahm seine Schwerter und wollte gehen.
„Warte“ hörte ich meine Stimme sagen. Er stockte einen Moment, drehte sich zu mir um und es war, als würde er versuchen sich zu erinnern. Auf seinem Gesicht war nun Verwirrtheit zu erkennen. Mein Herz schlug wild als ich mich mit langsamen Schritten auf ihn zu bewegte und ihm schließlich tief in die blauen Augen blickte.

„Ich kenne Dich“ hörte ich erneut meine Stimme sprechen. „Damals im Haus des alten Brockheim haben wir uns schon einmal getroffen“. Mein Innerstes sprach das mit einer Sicherheit aus, die mich erschreckte und ihn überraschte.
„Wer bist Du?“ flüsterte meine Stimme erstickend vor der Erkenntnis.
Der junge Mann legte seine Schwerter beiseite und sprach mit der Stimme, die ich schon aus dem Dunkel kannte: „Ich bin Jo. Mehr darf ich Ihnen leider nicht verraten.“ Er sprach mich mit einer distanzierten Art an, die mich halb verrückt machte.
„Entschuldigt, aber ich muss gehen.“ Ich hielt ihn am Arm fest.
„Warte, nur einen kleinen Moment! Dann können wir sehen wie die Sonne sich zu ihrer wahren Schönheit entwickelt. Bitte schlag mir den Gefallen nicht aus!“ Auf seinen Lippen war ein Lächeln zu erkennen, das von Freiheit und Leidenschaft sprach und aus seinen Augen flüsterte mir die Sehnsucht entgegen.
Er geleitete mich hinüber zur Erhebung und half mir hinauf. Dann setzte er sich neben mich. So saßen wir da oben und blickten der Sonne dabei zu, wie sie sich über das Meer erhob, das rot erstrahlte. Ich schloss die Augen und lehnte mich in einem unbewussten Moment an diesen fremden Mann, der mich erst verwundert anschaute und dann doch lächeln musste. Schließlich schlang er wie selbstverständlich seine Arme um mich und hielt mich geborgen, als wäre ich ein kostbarer Schatz, den er nicht verlieren wollte.
Irgendwie versank ich in wunderschönen Träumen und merkte nicht einmal mehr wie er mich im stetig heller werdenden Morgenlicht vorsichtig zurück in das Haus trug...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Kapitel 5, "Der Traum von der wahren Freiheit", ist morgen hier online :)


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von seelenliebe (52) (05.07.2006)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mondsichel meinte dazu am 05.07.2006:
*lächel* Ganz lieben Dank liebste Anne. Ich freue mich das diese Geschichte Dich so berührt. Jeden Tag werde ich ein neues Kappi veröffentlichen. Ich glaube es sind insgesamt 17 + Epilog. Also kannste Dich noch auf einiges freuen :D
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Tiefblaue AugenInhaltsverzeichnisDer Traum von der wahren Freiheit
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Meer der Sehnsucht.
Veröffentlicht am 05.07.2006, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 08.07.2006). Dieser Text wurde bereits 1.994 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 15.12.2018.
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