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Erzählung zum Thema Bewusstsein


von blauefrau

Edmont gähnte. Er schlurfte in seinen Pantoffeln in die Küche und stellte den Gasherd an, genauer die rechte vordere Platte, auf der er den Wasserkessel platzierte. Dann trabte er zum Kühlschrank und entnahm ihm ein Glas Orangenkonfitüre sowie ein paar Eier, Bacon und Tomaten. Eier Bénédicte wären jetzt nicht schlecht. Edmont röstete ein paar Scheiben Brot, verrührte die Eier in einem Glas, briet den Schinken und zerschnitt die Tomaten. Eine Elster schlug mit ihrem Schnabel gegen das Küchenfenster. War es Gargoyle, Tarantella oder Galoose? Doch wer sonst außer Galoose würde sich bei Jam und Ei Bénédicte melden? Den anderen schmeckte der Müll besser. Edmont rümpfte die Nase. Müll ...  Er gab zwei Löffel Jam auf eine Untertasse und kippte noch ein wenig von den eggs Bénédicte hinzu. Dann öffnete er das Küchenfenster und stellte den Teller auf die Fensterbank. Galoose drehte den Teller um und schlürfte die Reste von der Fensterbank, um dann in die Richtung des nächsten Glitzers zu fliegen. Edmont wischte mit einem Küchentuch die Reste von der Fensterbank, schloss das Fenster und setzte sich an den Küchentisch. Er biss in ein Brot mit Jam und verspeiste die Eier. Es klingelte. Vier Mal. Edmont stellte sein Glas ab und öffnete die Tür. ,,Wer sind Sie?", fragte Edmont den Mann. ,,Ich bin Dein Ebenbild!", antwortete der. ,,Ja, und?"  ,,Ich will Dir etwas zeigen.", sagte der Mann. ,,Du willst Edmont II sein? Dass ich nicht lache! Dann bin ich George IV. Können wir uns darauf einigen?"  ,,Nein.", sagte der Mann. ,,Du bist Edmont, und ich bin Dein Ebenbild!" Edmont betrachtete den Mann genauer. Er schaute an ihm hoch und herunter. Hässliche altmodisch-karierte Pantoffeln trug der Mann; dann die graue Strickjacke, die bestimmt schon bessere Tage gesehen hatte und die mit Flecken übersät war; die grauen strähnigen Haare, von denen ihm eine Strähne über die rechte Augenbraue fiel, die runzlige Stirn und die wässrig-blauen Augen. Ein ungepflegter unansehnlicher Mann. Das konnte auf keinen Fall sein Ebenbild sein.  Edmont schüttelte eine Haarsträhne, die über seine rechte Braue fiel, zurück und schaute an sich herab. Er registrierte die karierten Hausschuhe, ohne die er sich so unvollständig vorkam, die graue Strickjacke, die ihm ein Haus ersetzte, fühlte seine Stirnfalten, in langen Jahren ehrlich wie unehrlich erworben, und er wusste um seine blauen Augen, die Eleonor ,,mit dem Funkeln der Sterne in einer klaren Sommernacht" verglichen hatte. Seitdem waren allerdings 30 Jahre vergangen. Er verglich noch einmal die wesentlichen Punkte seines Aussehens mit denen des Mannes, der von sich behauptete, sein Ebenbild zu sein, und er kam zu dem Schluss, dass nur eine ganz oberflächliche äußerliche Ähnlichkeit zwischen ihnen beiden vorhanden war. ,,Darf ich reinkommen?", fragte ,,das Ebenbild". ,,Ungern!", antwortete Edmont. Da war der Mann schon an ihm vorbeigegangen und näherte sich dem Ohrensessel im Wohnzimmer. ,,Das ist mein Lieblingsplatz!", rief Edmont empört. Doch der Mann setzte sich unbeirrt auf den Sessel. Edmont, der ihn nicht aus den Augen ließ, ließ sich auf den Schemel plumpsen, der vor dem Ohrensessel stand und auf den er sonst seine Beine legte. Der Mann ging nicht weg. Er könnte jetzt die Polizei rufen. Dann würde die Polizei die oberflächliche Ähnlichkeit feststellen und von einem Familienstreit ausgehen. Sie könnte sich auch die Personalausweise vorzeigen lassen. Seiner war jedenfalls seit Wochen abgelaufen. Und falls das ,,Ebenbild" einen neu datierten Ausweis hätte, könnte es sein, dass er, Edmont, das Haus verlassen müsste, der andere aber dableiben könnte ...  Sollte der Mann nicht doch noch verschwinden, könnte er ihn zur Spinnensuche einspannen. ,,Kennen Sie sich mit bläulichen Spinnweben aus?", fragte Edmont den Mann.

 
 

Kommentare zu diesem Text


princess
Kommentar von princess (22.02.2014)
Zwei Edmonts, einseitiges(?) Ebenbild-Unbehagen und das Geheimnis der blauen Spinnweben: Es wird immer spannender!

Liebe Grüße
princess
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blauefrau meinte dazu am 23.02.2014:
Das Unbehagen des anderen Ebenbilds könnte auch noch in meinen Focus geraten ... Danke, Hoheit, für den Hinweis.
Und spannend sollte es schon werden ... Ich langweile mich so ungern. Gruß blauefrau
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AZU20
Kommentar von AZU20 (23.02.2014)
Spannende Begegnung. Und jetzt die bläulichen Spinnweben...LG
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blauefrau antwortete darauf am 23.02.2014:
Bläulich waren die schon siehe ,,Der Spinnweben" ...
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (23.01.2021)
Im Grunde ist ja handwerklich nichts auszusetzen, aber was soll die elend lange Vogelstory am Beginn des Texts?
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