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Fensterbilder

Alltagsgedicht zum Thema Stimmung


von AvaLiam


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Ein Fenster, meins, gardinenblind.
4 Ecken, wie meist Fenster sind.
Aus doppelt Glas hälts ab den Wind
und lässt mich nicht erfrieren.

Blicke wandern aus dem  Fenster.
Bäume stehen wie Gespenster,
die im Dunkeln salutieren,
eng gewachsen in Spalieren.

Und so schleichen wie zwei Gangster
meine Augen, am visieren
zwei Gestalten, die spazieren,
unterm Sternenhimmel frieren.

Ganz romantisch sie flanieren,
erste Küsse ausprobieren.
In den Bäumen sie markieren
ihre Bande durch gravieren
ihrer Namen, die jetzt zieren
die Gespenster vor dem Fenster

und sich Hand in Hand in ihren
Taumel ganz und gar verlieren.



Anmerkung von AvaLiam:

und noch eine kleiner Spielerei zur guten Nacht :)



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Kommentare zu diesem Text


Moja
Kommentar von Moja (06.08.2020)
Feiner Humor, liebe Ava!
Lieben Gruß,
Moja

Kommentar geändert am 06.08.2020 um 09:30 Uhr
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AvaLiam meinte dazu am 06.08.2020:
Ja, so wars gedacht.

Nix dolles... was Kleines für die Mutwinkel.

Danke dir herzlich - Ava
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (06.08.2020)
Sehr schön vorgetragen. Metrisch Kraut und Rüben. Welchen Vorteil durchgehende metrische Formung bietet, lässt sich in meinen Augen am eindrucksvollsten an folgendem Gedicht erkennen:

THRENOS.

Beauty, truth, and rarity.
Grace in all simplicity,
Here enclos'd in cinders lie.

Death is now the phoenix' nest;
And the turtle's loyal breast
To eternity doth rest,

Leaving no posterity:--
'Twas not their infirmity,
It was married chastity.

Truth may seem, but cannot be:
Beauty brag, but 'tis not she;
Truth and beauty buried be.

To this urn let those repair
That are either true or fair;
For these dead birds sigh a prayer.

https://en.wikipedia.org/wiki/The_Phoenix_and_the_Turtle

Mehrfach-Reime bei durchgängiger Metrik: magisch.
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AvaLiam antwortete darauf am 06.08.2020:
Hallo Dieter

Schön, dich mal wieder auf einen meiner Texte zu treffen.
Danke für die Einlassung - und ja, es holpert für den ein oder anderen ein klein wenig. Das räum ich gern ein - für mich, wie ich es im Stillen lesen, tut es das nicht und kehrt das heraus, was ich in dem Moment im Blick und auch im Gefühl hatte. Das ist mir noch immer allen "Regeln" vorrangig. Ich muss ja auch nicht professionell schreiben. Ich mache das zum Spaß und habe nicht den hohen Anspruch, alles darüber jetzt in kürzester Zeit zu lernen.

Deshalb ist es ja gut, wenn es Menschen, wie dich gibt, die da entsprechende Kenntnisse haben und beispielhaft an mich herantragen. So kann ich immer wieder dazu lernen.

Für mich waren diese Zeilen eine kleine Spielerei vorm Schlafen gehen. Einfach sich mal nur auf die Enden konzentrieren und das einfangen, was mir grad durch den Kopf ging.
Also kein Werk, was Bedacht und Mühe gefordert hat - bis auf die Sprachaufnahme, die zur Zeit bissl anstrengend sind.
Es sollte nur ein wenig erheitern - ein Bild malen - und dabei einfach fröhlich und locker durch den Text gehen.

Texte, die unter die Haut gehen sollen, die Emotionen transportieren und wirklich Gehalt haben, sollten natürlich sorgfältiger behandelt und bearbeitet werden.
Aber das mach ich ja auch. Stück für Stück.
Immerhin übe ich mich erst seit einem 1,5 Jahren darin, wieder zu Schreiben und meine ehemalige, langjährige Schreibblockade ganz zu überwinden und möchte mir da weder den Spaß noch die Leichtigkeit und Natürlichkeit nehmen (wieder nehmen!), in dem ich zuviel erwarte von mir selbst. Das hab ich lange genug.

KV ist für mich ein "Spiel"platz, wo ich mich ausprobieren kann, selbst anderen zuschauen kann, wie sie schreiben und durch die Reaktionen darauf zu wachsen. Denn ich spüre, da (in meinem Tintenfässchen) ist noch viel mehr (drin).

Insofern hoffe ich auf und freue ich mich gerade auch über deine Kritik und noch mehr natürlich, wenn du Gefallen an den Zeilen findet.

Herzliche Grüße - Andrea
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franky
Kommentar von franky (06.08.2020)
Wunderschön gesprochen liebe Ava und auch in richtiger Lautstärke, ganz toll!
Habe gerne mit dir durch dein Fenster gelugt

Liebe Grüße

von Franky
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AvaLiam schrieb daraufhin am 06.08.2020:
Lieber Franky,

es war mir - wie immer - eine besondere Freude, es hauptsächlich für dich zu sprechen, da so ein Sprachprogramm doch sicher nicht ganz so persönlich spricht.

Schön, dass es dir gefallen hat.
Herzlich - Ava
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (06.08.2020)
Nein Dieter, das mit dem Kraut und Rüben beim Metrum kann ich nicht akueptieren. Es handelt sich hier um Trochaeen mit einem jambischen Auftakt. Ein metrisch verkorkstes Gedicht kann man nicht so gut lesen.
Inhaltlich finde ich die spielerisch ironische Distanzierung von der Romantik sehr interessant. Das lyrische Ich der Romantiker steht oft am Fenster unde sehnt sich hinaus. Dieses Ich sieht die Natur und das Liebespaar darin wie Marionetten. Statt sich in Sehnsucht zu verlieren nimmt es eine distanzierte Haltung gegenüber dem Taumel des Liebespaares ein. Es ist interessant, dass die Distanzierung in der Tradition Heines mit den poetischen Stilmitteln der Romantik selbst erfolgt. Sehr gelungen.

Kommentar geändert am 06.08.2020 um 11:23 Uhr
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Dieter Wal äußerte darauf am 06.08.2020:
Mal mit (1. S.), mal ohne Auftakt (2. S.): Kraut und Rüben. Vergleiche es mit Threnos oder mit

Dies irae dies illa,
Solvet saeclum in favilla:
Teste David cum Sibylla.

Antwort geändert am 06.08.2020 um 11:50 Uhr
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AvaLiam ergänzte dazu am 06.08.2020:
Kraut und Rüben bedeutet für mich aber ein absolutes und ungeordnetes Chaos ohne Line und Struktur.
Und so ist es ja nicht. Definitiv nicht. Ich hab mir schon was dabei gedacht - wenngleich es nur ein Spielchen zur Nacht war.

Davon ab müssen wir kleine Schreibstücke für zwischendurch nicht tot stilisieren. Das würde die Lebendigkeit nehmen.
Manche Dinge sind schön, weil sie perfekt sind.
Mir ist es wichtig, dass Dinge ihr Wesen behalten.
Wenn sie dabei nicht perfekt sein können, nehm ich das gern in Kauf.
Ich habe hier viele Texte gelesen, die viel zu sehr überlegt geschrieben worden sind.
Da ist mir ein Kinderreim aus vollem Herzen allemal lieber und bedeutet FÜR MICH Poesie.
Ich lerne wirklich gern dazu und freue mich immer über Kritik, die mich an meiner Art, zu Schreiben feilen lässt.
Aber nur weil irgendwann mal wer etwas so bestimmt hat und wir durch unsere Lernerziehung damit aufwachsen und alles, w as anders ist, als unrund empfinden, heißt das nicht, dass das was jemand anders tut, falsch ist oder unser Gelerntes das Einzig Richtige/Wahre.

Und zuletzt möchte ich noch auf das "perfekte" Gesicht hinweisen, welches an der Spiegelachse gespiegelt wird, so dass zwei völlig identische Gesichtshälften entstehen.
Sieht völlig unnatürlich und "bescheuert" aus. Nicht mehr wie ein Gesicht. Weil genau das Wesen, was hinter den Makeln sitzt und "Ungereimtheiten" nicht mehr gegeben ist.

Das mal als - der Müdigkeit geschuldeten - plumpe Gedanken zur Nacht.

Also bitte unbedingt weiter Kritik üben - nur nie meinen, dass ich jene grundsätzlich ablehne, weil ich manchmal doch über die Tipps hinwegsehe.

Gute Nacht ihr beiden. Habt einen guten Tag morgen.
Andrea
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Dieter Wal meinte dazu am 07.08.2020:
"Und zuletzt möchte ich noch auf das "perfekte" Gesicht hinweisen, welches an der Spiegelachse gespiegelt wird, so dass zwei völlig identische Gesichtshälften entstehen.
Sieht völlig unnatürlich und "bescheuert" aus."

Interessantes und sehr gutes Beispiel für Gepflegten Nonkonformismus bei Literatur. Beim Palindrom-Buchstaben-Quadrat liegt zwar kein perfektes Gedicht, doch ein perfektes Magisches Quadrat vor, das sich von allen vier Seiten gleich lesen lässt. Was bei einem Menschlichen Gesicht völlig unnatürlich wirkt, bringt, schreibt man mehrere solcher Quadrate, eine Harmonik, die magisch wirkt. 'Threnos' in meinen Augen auch. Und erst recht die mittellateinischen Requiemgedichte. Sie hat sehr viel mit der Form zu tun.

Vergleichbar mit den 64 I Ging-Anagrammen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Palindrom

Antwort geändert am 07.08.2020 um 20:49 Uhr
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AvaLiam meinte dazu am 08.08.2020:
Guten Morgen Dieter.

Meine Interessen und Kenntnisse gehen ja in völlig andere Richtungen. Daher sagten mir allein schon die Begrifflichkeiten nichts. Und so nahm ich die Gelegenheit beim Schopfe, Neues dazuzulernen und googelte zuerst den, von dir eingestellten Link, wie ich auch noch weitere Seiten dazu aufrief, um mich mehr in die , von dir benannten Beispiele einzufühlen.

Interessant find ich das schon sehr - ich mag ja Wortspiele gern.
Aber um ehrlich zu sein, finde ich persönlich nichts an den gefunden Beispielen. Sie sind allenthalben (für mich) ein Bild davon, was man mit Sprache machen kann.
Und schon in der 4. Klasse waren wir fasziniert von Wörtern, wie
Nebel, Leben, Neger, Regen, Otto und so weiter.
Mir fehlt da jedoch Substanz.
Es ist optisch vielleicht etwas Nettes - aber nichts, was meinen Durst nach Bildern, Farbe und Gefühl erfüllt. Mir ist das zu leer.
Ich hab ja schon so mein Problem mit Sonetten und anderen, einer "starren" Form folgenden Texte/Formen/Gedichte - whatever.
Und ich setz mich nicht hin und stelle mir zur Aufgabe: "So, heute bastel ich mir dies oder das."
Ne - ich fang an und warte, was passiert, überlasse mich da meinem freien Geist und meinem Empfinden, meinem Impuls und meiner Intuition.
Wie gesagt - man kann das mal machen - Herumspielen mit Worten, Buchstaben, Satzelementen u.s.w. , ist aber nicht mein Ansinnen beim Schreiben.
Du schreibst von Magie, die es hat. Das mag sein, dass das für dich so ist und auch für andere natürlich.
Dafür haben für mich andere Elemente eine Magie/Wirkung, die sich auch nicht allen erschließt. So ist das mit Geschmack und Gefallen.
Da gibts kein Richtig und kein Falsch.
Da gibt es Meinungen. Und jene können auseinander gehen.
Wir können durch diesen Verlauf und Diskurs von Meinungen voneinander lernen, was ich gern tue. Daher vielen Dank für die Vermittlung von Fachwissen aus deinem Kommentar.
(zu Threnos habe ich übrigens kein literarisches Beispiel gefunden, vielleicht würdest du mir eins schicken?)

Und bei allen Worten, die wir über den Text und die Kommentare verlieren - vergiss bitte nicht: es handelt sich hier um Gedankengänge vorm Schlafengehen beim Blick aus dem Fenster...die einfach spielerisch-amüsiert leichte(!!!) Zeilen aufschreiben wollten. Das sollte kein perfektes und hochgelobtes Gedicht werden.
Zudem ich eine einfache Frau bin, die weder studiert hat, noch Abitur, noch sich mit Literatur überhaupt beschäftigt hat.

Ich wollte damals einfach nur schreiben - als ich Kind/Jugendliche war. Es gab sogar Verlagsinteresse, aber da viele persönliche und schwerwiegende Themen dabei waren, lehnte ich das ab.
Dann kam die Zeit, wo ich immer nur hörte: Schon wieder ein Gedicht? Was schreibst du denn jetzt schon wieder für einen Scheiß? Kannst du mal aufhören mit dem Rotz und dich um Wichtigeres kümmern?

Ich hatte so viele Ideen und Geschichten und mir war, als müssten sie einfach nur herausströmen. Manchmal machten sie noch nicht einmal Sinn - aber sie brannten...vor allem unter den Nägeln.
Sie mussten raus. Aber mir entzog sich Stück für Stück die gedankliche und emotionale Freiheit.
Jene hab ich mir sehr hart und schmerzhaft erkämpfen müssen.
Seit letztem Jahr fange ich wieder an, zu schreiben. Mir tut es gut und ich möchte nie wieder damit aufhören.
Und gewiss - wie bereits erwähnt - nehme ich gern jede Kritik, jeden Vorschlag, so du ja auch schon den ein oder anderen unterbreitet hast, an. Bin motiviert, an mir zu arbeiten, zu feilen, zu wachsen.
Aber für mich steht an allererster Stelle: ich möchte dabei ich selbst bleiben - mit meinen freien Gedanken.
Wenn andere Spaß daran haben, sich literarischen Regeln, die keiner natürlichen Ordnung folgen (!!) zu unterwerfen, es als Herausforderung ansehen und Spaß dabei haben - dann ist das ok. Ich baue auch gern.
Aber es ist nicht (ausschließlich) der Weg, den ich gehen möchte.
Meine Priorität liegt woanders.

Non­kon­for­mi­tät - mangelnde Anpassung - trifft es mit meiner Sicht nicht.
Denn das ist ja eine ablehnende Haltung mit der völligen Entziehung.
Das tue ich ja nicht. Nur ich muss diese, von vielen angestrebte "Konformität"" nicht stets und ständig über mich und mein Wesen stellen.
Literatur ist für mich weder Gehorsam noch Kompromiss.
Poesie schon mal gar nicht.
Jeder Autor hat sein eigenes,, ganz persönliches Wesen.
Sollte er jedenfalls.
Ich möchte meines ganz gerne behalten. Schleifen ist ok, aber verändern, verbiegen - Nein.

Ich habe hohe Achtung vor dir und lege viel Wert auf deine Meinung, deine Beispiele und Vorschläge.
Aber in diese Veränderung möchte ich nicht nochmal abtauchen.
Ich bin froh, dass ich mich "wiederhabe", wenngleich die Schreibblockade noch - in Ruinen zwar - aber steht.

Ich hoffe, ich konnte halbwegs das transferieren, was mir wichtig war, ohne dass du mich für einen Revoluzzer halten magst.

Herzliche Grüße - Andrea
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Dieter Wal meinte dazu am 08.08.2020:
"(zu Threnos habe ich übrigens kein literarisches Beispiel gefunden, vielleicht würdest du mir eins schicken?)"

Was meinst Du mit "literarischem Beispiel"?

Ich wollte nicht, dass Du Dein Gedicht umschreibst, sondern den Sinn dreifacher Reime bei metrischer Entsprechung andeuten. Es hat Drive. Aber sowas von Drive!

Dein Gedicht wirkt munter-verspielt. Und das ist auch gut so.
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Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (06.08.2020)
Da will ich mal gratulieren
zu deinem gelungenen Gedicht.

Schöne Grüße,
Dirk
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AvaLiam meinte dazu am 07.08.2020:
Guten Morgen, Dirk.

Es freut mich, dass die kleine "nächtliche Spielerei" etwas Schönes hinterlassen konnte.

Herzliche Grüße - Ava
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Kommentar von Artname (06.08.2020)
Das Gedicht hat hörbar einen alternierenden Rhythmus. Gleichmäßige Trochäen mit und ohne Auftakt.

Aus meiner Sicht zu gleichmäßig. Auch der Syntax. Diese Symptome haben für mich ein Leiern zur Folge. Auch beim Vorlesen.

Läßt sich vermutlich kaum noch ändern, da das Reimschema mit seinen zahlreichen Suffixen auf - ieren hier wichtiges Stilelement ist.

Dennoch spricht mich das Gedicht hinreichend sympathisch und verschmitzt an.
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AvaLiam meinte dazu am 07.08.2020:
Guten Morgen

Sicher hätte man das Gedichtchen eleganter schreiben können.
Für mich wars einfach nur der Blick aus dem Fenster - die Gedanken, die sich wieder irgendwo im Draußen verloren haben und dann hatte ich einige Worte im Sinn, von denen ein paar die gleiche Endung hatten.
Dem "Spielchen" hab ich mich dann einfach übergeben und fands für mich selbst zart-amüsant, dieses festzuhalten und einfach durch die Szenerie durch zu spazieren.
Wie man nach einem anstrengenden Tag sich beispielsweise 2 Spiegeleier in die Pfanne haut. Kulinarisch keine Herausforderung, ohne Anspruch - aber es tut und schmeckt ganz gut.

Schön, dass du dennoch etwas von dem frischen Wesen der Zeilen etwas aufnehmen konntest.

Lieber Grüße - Ava
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (06.08.2020)
Liebe Ava,

mir gefällt das eher unorthodoxe Reimschema recht gut. Bei Formulierungen wie:

"Und so schleichen wie zwei Gangster
meine Augen, am visieren
zwei Gestalten, die spazieren,
unterm Sternenhimmel frieren.

Ganz romantisch sie flanieren,"

sträübt sich mir allerdings das Haupthaar.
An deinem Vortrag gibt es (wie immer) wenig auszusetzen; doch wünschte ich mir diesmal ein wenig mehr Schlichtheit - auch und besonders in der Sprache. S. o.

Ich weiß nicht, warum Lyriker so oft glauben, auffällig deklamieren und skandieren zu müssen ... das erschlägt selbst den besten Text.
Und du hast das überhaupt nicht nötig: Allein die Stimmlage überzeugt.

Liebe Grüße
der8.
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AvaLiam meinte dazu am 07.08.2020:
Mein geliebter Achter,

mir erschließt sich nicht wirklich, was du gegen flanieren hast. Ist dir das negativ im Sinn oder wieso stößt du dich daran?
Für mich ist das Flanieren ein Schlendern, Bummeln, um sich anderen und der Welt zu zeigen - hier im frischen Glück - und gesehen zu werden in einem, nicht ganz ernst zunehmenden Bild. Mir leuchtet nicht ein, was daran auf Ablehnung stoßen könnte.

Der Ruf nach Schlichtheit in der Stimme verwirrt mich außerdem ein wenig. Sonst heißt es oft, ich solls lebendiger gestalten, mehr betonen und so weiter.
Im Grunde versuche ich nur, das zu verarbeiten, was mir geraten wird.
Und gemessen an dem, was man mir seinerzeit in puncto rezitieren eingeimpft und antrainiert hat, bin ich schon sehr zurückhaltend, da ich diesen theatralischen Interpretationen selbst nichts abgewinnen kann und sich die Authentizität aufhebt.
Versuchen werde ich natürlich, demnächst noch mehr auf die Ausgewogenheit zu achten.
Vielleicht kannst du diesbezüglich noch näher auf das eingehen, was/wo es dich stört.

Zu guter Letzt - so wie ich bereits vorangegangen schilderte - war das Gedichtchen ein kleines "Spielchen" vorm Schlafengehen. Es war nur zum Spaß, einfach so und hat mich halt selbst amüsiert.

Schade, dass du nicht auch diese leichten Zeilen annehmen kannst.

Aber welch eine Erwartung und was für ein Ziel wäre es, mit/in/an allem Gefallen zu erlangen?

Ich danke dir für dein ehrliches Wort.
Liebe Grüße - Ava
diese Antwort melden
AchterZwerg meinte dazu am 07.08.2020:
Schönste Ava,

gegen das Flanieren habe ich rein gar nichts, verbringe selber so manche Stunde damit. Und das gern.
Dies Visieren Entgegenkommender stößt mich auch nicht wirklich ab - mir geht es lediglich um den Satzbau, nä?

Indes:

"Und so schleichen meine Augen
wie zwei Gangster und visieren
zwei Gestalten, die flanieren,
unterm Sternenhimmel frieren

und das Küssen ausprobieren,
während sie herumspazieren ..."

Oder so.
Ich weiß ja, in Sachsen ist alles anders - und die Zwerge sind grundsätzlich stillerer Natur als der

aufmüpfige 8.
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AvaLiam meinte dazu am 08.08.2020:
Mein lieber Zwäärsch,

wieso aufmüpfig?
Nö.
Du siehst das halt so - und ich seh manche Dinge eben anderes, als du, wie andere wiederum die Dinge anders, als du und ich sehen.
So ist das eben.
Und ich bin immer dafür, dass man voneinander lernen sollte.
Sich die Meinung anderer anhören, schadet nicht. Man muss sie sich ja nicht zu eigen machen - aber man kann und sollte darüber nachdenken.

Und zu deinem Vorschlag:
Ganz wunderbar gefällt mir der. Mit einer Einschränkung: Gangster soll schon am Ende stehen - wegen Fenster...Das war schon so gedacht.
Aber gern mach ich was aus deiner Textarbeit.
Sobald sich mein dünnes Stimmchen erholt hat - von was auch immer - werde ich deine Idee sehr gern umsetzen.

Und das alles ist - das ist auf "Borkum" so. Ganz offizielles Motto dort.
So steht es schon in einem Zeitungsbericht der "Bild", die in den frühen 60igern die Flaggen an der Strandpromenade fotografierte und alle Flaggen wehten Stadteinwärts - nur eine nicht.

Außerdem mag ich deine überzwergdimensionale Überzeugung.

verschwitzte Grüße - Ava
diese Antwort melden
Fisch
Kommentar von Fisch (06.08.2020)
Metren, Trochaeen, Jamben,
Holariundhollara,
fehlen oder sie
sind da.

In other wörds, dear Ava, you cannot win a flowerpot by using the correct rules of poetic order presenting it to a fish.
A fish never would give a … beat with fins, not at all.
On thi other händ, a fish isn't stupid enough to feel by using its special lateral line organ, to feel
… it.
On the contrary, it do.
Although it is a everyday-life-poem,
fish
diesen Kommentar melden
AvaLiam meinte dazu am 07.08.2020:
Hallo Fisch...

...heute ist Freitag - und du weißt ja was das heißt - oder?

Nach diesem herzerfrischenden, amüsanten und doch nach Würmern buddelnden Kommentar pfeif ich heute auf das katholische Ritual des Freitags und verschone deinen Kollegen.
Dann gibt es eben nur Salat.

Ok - und morgen auch.

Ja, mit diesem Kommentar hast du dir ganz viele Pluspunkte geangelt.

You made my day.

Liebe Grüße - Ava
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wa Bash
Kommentar von wa Bash (06.08.2020)
ich muss schon sagen, durch so ein Vorlesen bekommt ein Gedicht immer noch eine ganze andere Gewichtung. gefällt
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AvaLiam meinte dazu am 07.08.2020:
schön, dass die kleine Spielerei gefällt

lG - Ava
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Al-Badri_Sigrun
Kommentar von Al-Badri_Sigrun (06.08.2020)
Liebe Freundin,

du transportierst mit deinem Gedicht Leichtigkeit und Frohsinn, den eine Momentaufnahme ausgelöst hat.

Ich bin deinen Blicken gerne gefolgt

Herzliche Grüße
Sigi
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AvaLiam meinte dazu am 07.08.2020:
Liebe Sigi,

es war mir eine Freude, mit dir gemeinsam aus dem Fenster zu blicken und amüsiert das Gesehene in leichte Zeilen zu verarbeiten.

herzwarme Grüße - deine Andrea
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Sätzer
Kommentar von Sätzer (07.08.2020)
Ich werde alle meine Bilder abhängen und nur noch aus dem Fenster schauen LG Sä
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AvaLiam meinte dazu am 08.08.2020:
Eine gut Entscheidung. Es gibt so vieles und oft auch Unglaubliches zu sehen.

Manche Menschen haben sogar das Leben da draußen entdeckt.


verschmitzte Grüße - Ava
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (19.08.2020)
Hallo Ava,

lass sich Experten streiten,
es sind halt die Gescheiten
und müssen das beweisen
ist üblich so in Künstlerkreisen
solch Bilder hab ich festgestellt
sind sehr erlaubt weil es gefällt

Es hat
TT
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AvaLiam meinte dazu am 29.08.2020:
Ach - Tasso...

...deine Zeilen tuen gut.
Danke dir.

Herzlich - Ava
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