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Children´s paradise

Glosse zum Thema Erziehung


von eiskimo

Eine brutal harte Zeit, die da aktuell herrscht, insbesondere für jungen Familien. Ich habe es im Fernsehen miterleben können,  Mütter mit Kleinkindern, zu Home-Office gezwungen, wie sie hin- und hergerissen werden zwischen quengelnden Kindern auf dem Schoß und quengelndem Chef auf dem Tablet. Krise.
Ich habe spontan an das Holzställchen gedacht, das wir noch im Keller aufbewahren. Es kam bei unseren eigenen Kindern regelmäßig zum Einsatz etwa beim Kochen oder Aufräumen oder auch, wenn Leute zu Besuch waren und wir unsere Aufmerksamkeit nicht vierteilen mochten. Haben wir heutzutage Besuch von den Enkelkindern, wird das Ställchen auch reaktiviert. Neudeutsch nennen wir es inzwischen  „Children´s paradise“ oder „Prison“, aber die Entspannung, die wir damit herstellen für kritische Momente der Erziehungsarbeit, ist nach wie vor die gleiche: Man hat einfach einmal den Kopf (und die Hände) frei für vordringliche Aufgaben, wo nicht gerade unkontrolliert ein Zweijähriger dazwischen patschen soll.
Das Ställchen ist top erhalten. Aus hellem Holz gefertigt, hat es sogar einen gewissen Ikea-Charme. Trotzdem wollte es keine der so gestressten jungen Familien haben, als ich es jetzt im Internet einstellte. Für 10 Euro, allerdings nur an Selbstabholer. Wahrscheinlich hatten die jungen Eltern alle Angst, das Teil wäre nicht gut genug desinfiziert.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Regina (27.04.2020)
Home-Office wurde vor 2 Jahrzehnten als die Lösung für Mütterarbeit beworben. Das ist sehr unrealistisch.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (27.04.2020)
So etwas wird heute nicht mehr eingesetzt? Warum nicht?
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eiskimo meinte dazu am 27.04.2020:
Moderne Eltern diskutieren das mit ihren Wunderkindern geduldig aus - Ställchen, pfui, das sind Knastmethoden, die lebenslang traumatisieren. Ist doch klar
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (27.04.2020)
Gäbe es ein tragbares, leichtes Ställchen für Erwachsene, wäre das Abstandsgebot leichter auszuführen,

ahnt
der8.Insider
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eiskimo antwortete darauf am 27.04.2020:
Gute Idee! Ich gäbe dann noch ein Rässelchen dazu, dann könnte man akustisch vorwarnen... Wäre das dann eine Symphonie an der Kasse, bei Aldi !
volltönende Grüße
Eiskimo
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (27.04.2020)
Neudeutsche Randbemerkung:
Home Office ist die Bezeichnung für das britische Innenministerium..
In den USA gibt es den Begriff gelegentlich für ein kleines Heimbüro, idiomatisch in dem Sinne, wie wir es benutzen, ist es jedoch nicht, sondern: working from home, working remotely, remote working.

Handy, Oldtimer, Talkmaster, Beamer, Public Viewing und Basecap haben ein neudeutsches Schwesterchen bekommen.
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Dieter_Rotmund schrieb daraufhin am 27.04.2020:
Ja, zulässig ist nur die Schreibweise "Homeoffice" und das eben nur im deutschen Sprachraum. Im anglophonen Raum nennt man es "remote work", also "ferngesteuerte Arbeit". Aber wer will sich schon freiwillig als ferngesteuert bezeichnen?

Homeoffice mit kleinen Kindern funktioniert definitv nicht.
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Graeculus äußerte darauf am 27.04.2020:
remote ... nicht: ferngesteuert.
Das OED definiert (sehr schön): "situated far from the main centres of population".
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AZU20
Kommentar von AZU20 (27.04.2020)
Vielleicht klappt es ja noch irgendwo. LG
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eiskimo
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Veröffentlicht am 27.04.2020, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 27.04.2020). Textlänge: 201 Wörter; dieser Text wurde bereits 99 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 07.06.2021.
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