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Hauptsache Dichtung

Ballade zum Thema Arbeit und Beruf


von Didi.Costaire

Auf, auf zu wahren Heldentaten!
Des Dichters Schaffen darf nicht waten,
sobald es aus den Hähnen tropft.
Ist die Toilette mal verstopft,
derweil die Spülung glatt versagt,
dann ist des Fachmanns Rat gefragt.
 
Die Werkzeugtasche in der Linken
fährt er dorthin, wo Muffen stinken.
Er nimmt sich gleich den Abfluss vor
und denkt, er dichtet volles Rohr,
doch drin ist nichts als heiße Luft.
Sein erster Einsatz, der verpufft.
 
Der Dichter fackelt gar nicht lange.
Er liebt die Arbeit mit der Zange
und lockert manche spröde Mutter,
erklärt, es sei in bester Butter,
bevor er rasch von dannen geht,
da alles unter Wasser steht.
 
Weit mehr als bloßes Reparieren
gefällt ihm, was zu installieren,
und außer Dusche und WC
verbaut er Wanne plus Bidet.
Er klempnert jenseits jeder Hemmung
bis hin zur nächsten Überschwemmung.
 
Ganz plötzlich endet die Karriere.
Nun dichtet er für Ruhm und Ehre
fast jeden Tag ein Reimgedicht,
denn ohne Dichtung kann er nicht.
Er meint, er hätte gute Katen.
Auf, auf zu großen Steputaten!

 
 

Kommentare zu diesem Text


tueichler
Kommentar von tueichler (14.02.2021)
😂
„Er liebt die Arbeit mit der Zange
und lockert manche spröde Mutter,“

Ein Chelm, wer Böses dabei denkt ...
😂
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Didi.Costaire meinte dazu am 14.02.2021:
Tja, Schelme gibt es ja einige...

Danke und schöne Grüße,
Dirk
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Jo-W.
Kommentar von Jo-W. (14.02.2021)
herrlich gelungen,lieber Didi-einen fröhlichen Morgengruß-Jo

ach ja,Dichter müßte man sein
dann wär das Leben viel mehr fein
und nicht nur ein kleiner Poät
der pflegt beim Dichten Diät
diesen Kommentar melden
Didi.Costaire antwortete darauf am 14.02.2021:
Danke Jo, da gilt dann das Motto:

Dichter werden selten fett,
dichten sie ein Halbsonett.

Schöne Grüße,
Dirk
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loslosch
Kommentar von loslosch (14.02.2021)
waten, Katen. der "große" Steputat lässt das nicht durchgehen.
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Didi.Costaire schrieb daraufhin am 14.02.2021:
Tja Lothar, so hat es sich der große Steputat wahrscheinlich nicht vorgestellt, aber in meinem kleinen stehen sie drin und ich bediene mich einfach.

Danke und schöne Grüße,
Dirk
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Kommentar von harzgebirgler (14.02.2021)
...doch willi rang kaum groß ums wort
doch sehr erfolgreich einst im sport.

https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Steputat

beste schmunzelgrüße
henning
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loslosch äußerte darauf am 14.02.2021:
der doch nicht! es geht um willy steputat.
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Didi.Costaire ergänzte dazu am 14.02.2021:
Das ist ja wirklich interessant.

Der Quasi-Namensvetter war
mir unbekannt so ganz und gar.
Man könnt' die zwei verwechseln
und drüber 'ne Komödie drechseln ...

Danke und beste Grüße,
Dirk
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plotzn
Kommentar von plotzn (14.02.2021)
Mit Genuss gelesen, lieber Dirk!

So ist wohl der feuchte Traum eines jeden Dichters:

Ach würde ich mich doch enthemmen
und alle Märkte überschwemmen!

Liebe Grüße,
Stefan

P.S.: "dann ist des Fachmanns Rat gefragt" würde das "halt" vermeiden...
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Didi.Costaire meinte dazu am 14.02.2021:
Hallo Stefan, und

danke für den guten Rat!
(Der steht ja auch im Steputat,
doch habe ich ihn übersehen
und blieb halt schlicht und einfach stehen.)

Liebe Grüße,
Dirk
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DanceWith1Life
Kommentar von DanceWith1Life (14.02.2021)
Doch weh wenn er in seinen eigenen vier Wänden...
die Werkzeugtasche öffnet
mit zwei linken Händen
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Didi.Costaire meinte dazu am 14.02.2021:
... an beiden sind fünf Daumen dran.
So ist er halt, der Dichtersmann.

Danke und beste Grüße,
Dirk
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Kommentar von niemand (14.02.2021)
Wenn man genau liest, dann entdeckt man im Tun des Abdichters/sprich Klempners versteckt/angedeutet auch das Tun eines Dichters. Hier und dort haut es sogar ganz genau hin
Mit schmunzelnden Grüßen, sich selber beim Tun ertappend,
Irene
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Didi.Costaire meinte dazu am 14.02.2021:
Danke, Irene!

Es gibt halt manche Ähnlichkeit
und da ist niemand vor gefeit.

Liebe Grüße,
Dirk
diese Antwort melden
GastIltis
Kommentar von GastIltis (14.02.2021)
Hallo Dirk, hier spricht der ehrenamtliche Wasserzählerwechsler:

Die eigne Wasserpumpenzange
bewahrt dich meist vor diesem Zwange.
Doch nach des Fachmanns Missetaten
lass dich vom Flachmann gern beraten.

Ein Lesespaß mit Schweißbrenner!
Herzlich Gil.
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Didi.Costaire meinte dazu am 14.02.2021:
Hallo Gil,
es freut mich, dich hier zu sehen!

So'n Wasserzählerwechsler hat gefehlt,
doch habe ich dabei auf dich gezählt.
Du könntest helfen mir aus Wissensnöten:
Erklär', wann sagt man "Schweißen" und wann "Löten"?

Danke und liebe Grüße,
Dirk
diese Antwort melden
GastIltis meinte dazu am 14.02.2021:
Hallo Dirk,

sagt man ner Frau: „Komm lass mich dir,“
hilft man ihr leicht aus manchen Nöten,
„zum Valentin einen verlöten!“
wär das ein Beispiel zwecks Pläsier.

Ansonsten technisch ins Detail
zu gehen, fühl ich mich nicht high,
d.h. nicht hoch genug gelehrt.
Da mach ich leicht etwas verkehrt,

zumal es Weich- und Hartlot gibt,
der Schweißer Elektroden liebt.
Die sind aus Stahl. Weichlot ist Lötzinn.
Schreib ich noch mehr, dann wird es Blödsinn.

Nun sei nochmals herzlich gegrüßt von Gil.
PS: Hartlot ist Messing. (sage ich, nicht etwa Lessing)
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Didi.Costaire meinte dazu am 14.02.2021:
Danke Gil, ich bin schwer beeindruckt...

Da steh ich nun vorm Messingrohr
und bin so klug wie Styropor,
doch wurd ich bestens unterhalten,
wo Kräfte voller Lötsinn walten.

Liebe Grüße,
Dirk
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AZU20
Kommentar von AZU20 (14.02.2021)
Köstlicher Vergleich. LG
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Didi.Costaire meinte dazu am 14.02.2021:
Hallo Armin, danke sehr,
und 'nen Gruß noch hinterher!

Dirk
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (14.02.2021)
Hallo Didi, dies lerne ich aus der Ballade: Besser ein Klempner, der auch dichten kann, als ein Klempner, der vom Dichten auch nichts versteht.
Amüsierte Grüße
Ekki
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Didi.Costaire meinte dazu am 14.02.2021:
Hallo Ekki!

Ich danke dir fürs Resümee.
Du kennst dich aus in dem Metier.

Danke und schöne Grüße,
Dirk
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (15.02.2021)
Hallo Didi,

kein Dichter lebt im Reservat
das Leben zwingt in zum Spagat
mit schönen Worten auf dem Blatt
kriegt er nicht Frau noch Kinder satt
und schreiben nur vom blauen Dunst
ist wenn er Glück hat große Kunst
doch Geld gibt's - er nennt es Knete
klebt er beim Nachbarn die Tapete!

Das Leben geht halt weiter und fall nicht von der Leiter
Liebe Grüße
TT
diesen Kommentar melden
Didi.Costaire meinte dazu am 15.02.2021:
Hallo Tasso,

ich habe über deine Zeilen gründlich nachgedacht. Von der Leiter fallen möchte ich wirklich nicht...

Danke für den Vorschlag, aber
Nachbars Knete zu vertrauen
hieße wohl, auf Sand zu bauen
und das tun bloß Kandelaber*.

Außerdem sind die Poeten
nur als Dichter wahre Meister,
doch sie können nicht mit Kleister
und erst recht nicht mit Tapeten.

Leitern sind mir zu gefährlich.
Sicherer ist unten bleiben
und dort flache Verse schreiben,
sind die Einnahmen auch spärlich.

(*Armleuchter)

Dennoch besten Dank
und liebe Grüße,
Dirk

Antwort geändert am 15.02.2021 um 23:52 Uhr
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (15.02.2021)
Wackelfinger!

Kommentar geändert am 15.02.2021 um 14:55 Uhr
diesen Kommentar melden
Didi.Costaire meinte dazu am 16.02.2021:
Du kennst dich wirklich aus im Handwerk...

So'n Wackelkontakt säen Hektiker
und reparieren Elektriker.
diese Antwort melden
klausKuckuck
Kommentar von klausKuckuck (12.03.2021)
Hi Dirk,
deinen handfesten Beobachtungen aus der Praxis möchte ich eine philosophische Schlussbetrachtung anhängen, die auf eigenes Erleben gründet und sich als tröstende Floskel bewährt hat:

Als Dichter hat du keinen Halt,
Am Tresen nicht und nicht im Wald
An irgendeinem Lindenbaum,
Du schwankst an sich, mal stark, mal kaum,
Das Schwanken ist dir eingeimpft,
Und wenn die Ehehälfte schimpft,
Vielleicht, weil du sie übersiehst
Und schwankend an den Schreibtisch fliehst,
So denk dir dort ein Verslein aus,
Schenks ihr (das spart den Blumenstrauß),
Vom Eingesparten kaufst du Rum,
Der haut dich zuverlässig um
Und fördert unterm Tisch den Folgedurscht,
Und irgendwann bist du dir selber wurscht.

Gruß Klaus
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Didi.Costaire meinte dazu am 13.03.2021:
Hallo Klaus,

ich glaube ja, im Lyrikwald,
wo das nicht unbeschrieb'ne Blatt,
ob jung und grün, ob welk, was hat,
da finden Dichter ihren Halt.

Danke für deine Verse
und beste Grüße,
Dirk
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Didi.Costaire
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Veröffentlicht am 14.02.2021, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 14.02.2021). Textlänge: 168 Wörter; dieser Text wurde bereits 161 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 14.04.2021.
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